Zwei Systeme für die Beseitigung von Abwasser

Obergünzburg (jum). - In seiner jüngsten Sitzung hat nach kurzer Diskussion der Obergünzburger Marktrat eine Grundsatzentscheidung zur Abwasserbeseitigung in den Ortsbereichen Willofs und Eglofs getroffen. Einstimmig wurde beschlossen, den Vorüberlegungen zu folgen und zwei unterschiedliche Systeme anzuwenden. Demnach soll Willofs eine Freispiegelleitung erhalten und Eglofs eine Druckentwässerung. Allerdings, so Bürgermeister Herbert Schmid, müssten die Varianten noch detailliert gerechnet und überprüft werden. Voraussetzung sei, dass die Rahmenbedingungen des Haushaltes eingehalten werden könnten. Außerdem sollte der Landkreis eine kostengünstige Straßenentwässerung befürworten und wenn möglich seinen Straßenbau in Willofs den Kanalarbeiten anschließen. Für Willofs ist zudem angestrebt, Kosten über das Erschließungsrecht umzulegen. Die dafür notwendige Klassifizierung der Straßen wird bei einem Ortstermin nach Ostern vorgenommen. Gleichzeitig erteilte der Marktrat an die Verwaltung den Auftrag, mit dem Landkreis über den zeitlichen Ablauf zu verhandeln. Um noch in die Förderung 2005 aufgenommen zu werden soll die Planung möglichst schnell beim Wasserwirtschaftsamt eingehen. Die Maßnahmen duldeten ohnehin keinen Aufschub, so Schmid, da der Abwasserbescheid des Landratsamtes Ende 2005 auslaufe und die Kläranlage für die zusätzlichen Abwässer bereits Fördergelder erhalten habe. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung betraf die Schaffung geeigneter Ausstellungsräume für die Südseesammlung. Die Lösungsvariante mit Umbau und Sanierung des Pfarrstadels habe sich endgültig als zu teuer erwiesen. Bürgermeister Schmid schlug daher vor, den alten Doppelbeschluss aufzugeben und sich nur mehr auf einen Neubau zu konzentrieren. Architektin Marion Bartel stellte daraufhin im Marktrat einen ersten Entwurf vor, der ein Ensemble aus bestehendem Museum, Neubau und einem gemeinsamen Foyer präsentierte. Sie schlug ein stilisiertes Südseegebäude mit relativ geschlossenen Wandflächen vor, das sich gegenüber den bestehenden Gebäuden zurückhaltend verhalte. Um Einzelheiten, wie beispielsweise den Sitz von Fenstern festzulegen, müsse erst noch ein Ausstellungskonzept erarbeitet werden, so Bartel. Zur Finanzierung des Projektes sind neben Fördergeldern, Haushaltsmitteln und Spenden auch Eigenleistungen beim Rohbau vorgesehen. Die Aufgabe des Arbeitskreises Museum wird nun darin bestehen, die Planungen zu konkretisieren.

Pläne gegen Auswüchse Bürgermeister Schmid informierte im weiteren Verlauf der Sitzung die Markträte über jüngst getroffene Vereinbarungen mit acht Obergünzburger Wirten und Vertretern von Vereinen. Anlass waren unangenehme Erfahrungen im Umfeld des diesjährigen Faschingsumzugs. In einer freiwilligen Selbstverpflichtung erklärten sich die Wirte unter anderem bereit, Getränke grundsätzlich nicht mehr in Glasflaschen anzubieten und an den Gaststätten Einlasskontrollen vorzunehmen, um Jugendlichen unter 16 Jahren den Zutritt zu verweigern. Gleichzeitig sollen in Zukunft Kontrollen am Ausgang das Mitführen von Flaschen und Getränken verhindern. Für den Umzug selbst wurde unter anderem die Mitnahme von Glasflaschen und Gläsern untersagt und vereinbart, das Alkoholverbot für Jugendliche unter 16 strikt zu überwachen. Die Gemeinde ihrerseits wird mehr Abfallbehälter und gegebenenfalls einen Toilettenwagen zur Verfügung stellen. Schmid äußerte die Hoffnung, dass auf diesem Wege die Situation während und nach dem Faschingsumzug erträglicher gestaltet werden kann.

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