Zwei Anlieger müssen noch zustimmen

Von Sylvia Rustler | Buxheim 'Wir sind heute ein ganz, ganz großes Stück weiter gekommen.' Mit diesen Worten beendete Buxheims Bürgermeister Werner Birkle jetzt eine Sondersitzung des Gemeinderats zum Thema Memminger Straße (Kreisstraße MN 33). Es ist nun so gut wie sicher, dass es auf beiden Seiten einen Gehweg geben wird. Wie berichtet, hatte der Ausbau der Straße für hitzige Diskussionen gesorgt. Einige Anlieger waren nicht bereit, Grundstücksteile zu verkaufen. Bei der Sitzung hat sich die Gemeinde nun mit so gut wie allen Anwohnern auf einen Kompromiss geeinigt.

Der Lösungsvorschlag sieht eine Fahrbahn mit einer Breite von sechs Metern, einen 2,25-Meter-Gehweg auf der Süd- und einen 1,5 Meter breiten Weg auf der Nordseite vor. Ohne den Kompromiss mit den Anliegern wäre auf der Nordseite womöglich kein Gehweg, sondern nur ein schmaler Schrammbord entstanden. Ganz in trockenen Tüchern ist das Vorhaben aber noch nicht: zwei Anwohner müssen noch mit den eigentlichen Grundstücksbesitzern Rücksprache halten. Eine Partei signalisierte bereits ihr Einverständnis.

'Einbahn-Radverkehr'

Die Unterschiede zur ursprünglichen Variante mit einem drei Meter breiten Geh- und Radweg sind folgende: Die Breite des Projekts verringert sich insgesamt von 10,5 auf 9,75 Meter. Das bedeutet, dass weniger Grundstücksflächen benötigt werden. Allerdings wird der Weg auf der Südseite laut Birkle nun zu schmal, um ihn in beide Richtungen als Radweg nutzen zu können. Es handle sich jetzt offiziell um einen Gehweg. Ein 'Einbahn-Radverkehr' von Buxheim nach Memmingen wird aber erlaubt sein. Wer dagegen von Memmingen nach Buxheim radle, müsse wie bisher auf die Straße ausweichen.

Außerdem wird der Straßenausbau für die Gemeinde nun deutlich teurer als erwartet: Da der Südweg nun kein ausgesprochener Radweg wird, muss Birkle zufolge die Gemeinde und nicht der Landkreis für Bau und Instandhaltung aufkommen. Daneben fielen zusätzliche Kosten für die von Anliegern geforderten Lärmschutzwände an.

Ihr Einverständnis wollten die Anwohner der Gemeinde zum Teil nur unter zahlreichen Auflagen geben. So wurde zum Beispiel gefordert, dass die Schallschutzwand von der Gemeinde 'gepflegt' wird. Birkle wies diese Forderung als überzogen zurück. Die Wand selbst sowie neue Hecken und Zäune würden aber selbstverständlich bezahlt.

Auf Unverständnis stieß auch, dass die Gegner bei der Sitzung zunächst einen noch schmaleren Weg an der Südseite (1,75 Meter) forderten. 'Die Anwohner überschätzen hier deutlich ihre Kompetenz', sagte Birkle. Und SPD-Gemeinderat Peter Hartmann fügte hinzu: 'Da kommt man sich ja veralbert vor. Irgendwann muss Schluss sein.'

Am Ende der Veranstaltung appellierte Birkle an den letzten Gegner, noch einmal in sich zu gehen. Andernfalls müsse man nach weiteren Lösungen suchen, eine Enteignung komme aber nicht in Frage. Insgesamt sprach Birkle jedoch davon, dass man jetzt wohl grünes Licht geben könne. Der Landkreis will die Straße im Frühjahr 2008 bis zur Einmündung Weiherhausberg auf 660 Metern ausbauen.

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