Kempten/USA
Zwei 66er auf der Route 66: Karlheinz Wilde und Wilhelm Vogel überführten ein elf Meter langes Wohnmobil in den Staaten

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'Dreieinhalb Wochen und fast 6600 Kilometer von Chicago nach San Francisco mit einem elf Meter langen Wohnmobil, dass ist schon ein Erlebnis', erzählt Karlheinz Wilde aus Kempten.

Der vielgereiste Kemptener überführte zusammen mit seinem Freund Wilhelm Vogel, beide 66 Jahre alt, ein riesiges Wohnmobil. Die beiden kennen sich schon seit der ersten Klasse und haben in über sechs Jahrzehnten schon viel miteinander erlebt.

Karlheinz Wilde war schon fünfmal mit einem Camper und über 50 mal in den USA unterwegs. Wobei er auch seit vielen Jahren Gruppenreisen in die weite Welt organisiert. Dieser Tage kam er erst aus China zurück. 'Als wir in Chicago ankamen, war es wie eine Wundertüte. Bei den Überführungsfahrten weiß man nämlich nicht, was man kriegt.

Auf einem 200 Kilometer östlich gelegenen Campingplatz standen rund 25 Wohnmobile, von circa sechs bis sieben Meter Länge. Und ein einziges, mit elf Metern länge. Oh, Schreck, der allergrößte Wagen wurde uns zugeteilt. Spritverbrauch 30 bis 33 Liter. Dann waren wir aber hocherfreut, den wir haben nur 25 Liter pro 100 Kilometer gebraucht', berichtet Karlheinz Wilde mit einem Zwinkern im Auge.

Und auf dem Weg von Chicago nach San Francisco bekamen die beiden Globetrotter einen herrlichen Einblick in die Nationalparks im Westen der USA. Sie schauten sich nach einem Buch eines französischen Fotografen Wege an, die sie so noch nicht kannten.

Am Tor zum ehemaligen Wilden Westen, in St. Louis, fuhren wir mit unserem 'Flaggschiff' direkt durch das Stadtzentrum vors Rathaus. Das war eine richtige Show', schmunzelt Wilde. Vom dortigen Mississippi fuhren die Allgäuer weiter. Denver/Colorado Springs, in die Rocky Mountains über den 3 500 Meter hohen Monarch-Pass. Wilde und Vogel haben zehn National- und State Parks besucht und erwandert. Ein phantastisches Naturereignis.

66er gefeiert

'Da ging bei minus zehn Grad schon mal die Heizung nicht und wir mussten drei Flammen am Gasherd aufdrehen, damit wir nicht frieren. Es war schon sehr kalt. Das Wasser haben wir nur aus dem großen Kanister genommen, da die gesamte Wasserversorgung deaktiviert war', erzählt Karlheinz Wilde.

In Monument Valley wurde dann der 66. Geburtstag von Wilhelm Vogel gefeiert. Dann ging es auf die 'Route 66'. Ein weiterer Höhepunkt war, dass die beiden Herren auf dem Las Vegas Boulevard mit ihrem riesigen Wohnmobil fuhren und ins Death Valley, dem tiefsten Punkt von Amerika.

'Natürlich konnten wir mit dem Fahrzeug auch keine großen Schwenker machen, bei einem Überhang von vier Metern. Aber wir kamen locker über die Pässe. Zum Parken brauchten wir fünf Parkplätze', schmunzelt Wilde.

Auf dem Highway Nr.1 ging es schließlich an der Küste entlang nach San Francisco zum Ziel. Dort lieferten die beiden reisefreudigen 66er das Fahrzeug ab. Die Freunde sind sich einig: 'Das würden wir gleich wieder machen. Das Land ist so schön und hat eine grandiose Landschaft'.

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