Allgäu
Zum Saisonende in Top-Form

In den Vereinen im südlichen Oberallgäu wird nicht nur großer Wert auf Breitensport gelegt. Ziel ist es auch, Nachwuchssportler zu fördern und an die Spitze zu bringen. Wir stellen die größten Talente der Region vor.

BadHindelang Im jungen Alter von drei Jahren stand sie das erste Mal auf Skiern. Mit sechs Jahren raste sie in ihren ersten Rennen die Allgäuer Pisten hinunter. Mattli Fink vom SV Hindelang entwickelte sich schon früh zu einem der größten Allgäuer Nachwuchstalente. 2008 wurde sie unter anderem Allgäuer Schülermeisterin im Riesenslalom und erreichte vordere Platzierungen in der Meckatzer-Rennserie sowie im Creaton-Cup.

Ansporn in dieser Saison ist für die 16-Jährige die Aufnahme in den C-Kader des DSV. In den nächsten Jahren hofft Mattli auf internationale Erfolge. «Wenn diese Saison gut läuft, wären im nächsten Jahr die ersten Europacup-Rennen möglich. Und Fernziel ist es natürlich, einmal im Weltcup starten zu dürfen», erzählt die Hindelangerin. Ihr Trainer Stephan Schmid ist zuversichtlich.

«Zum Ende der Saison steigert sich Mattli meist nochmal und läuft zur Top-Form auf. In diesem Winter hatte sie einen holprigen Start, machte zu Saisonbeginn einige Fehler und hatte oftmals Schwierigkeiten, zwei gute Durchgänge runter zu bringen. Aber zum Ende des Winters fährt Mattli ihre guten Rennen, und wenn sie beide Läufe sauber beendet, ist sie ganz vorne mit dabei.»

Stephan Schmid lobt besonders Mattlis Willensstärke und ihrem Fleiß im Training. Täglich trainiert sie mit ihm und fünf weiteren Skitalenten auf den Strecken des Alpinen Trainingszentrums Allgäu am Iseler in Oberjoch.

Außerdem stehen regelmäßig Wettkämpfe an, für die die Nachwuchsasse auch weitere Strecken in Kauf nehmen müssen. «In diesem Winter sind wir bereits bei 22 Rennen gestartet. In der vergangenen Woche waren wir vier Tage in Italien und danach geht es weiter nach Liechtenstein auf ein FIS-Slalom-Rennen», erzählt Mattlis Trainer.

Gute Freunde gefunden

«Manchmal ist es schon echt stressig und es bleibt leider wenig Zeit, um Freunde zu treffen. Aber es macht alles auch einfach sehr viel Spaß. Ich habe gute Freunde im Skisport und wir haben sehr viel Spaß miteinander», betont Mattli begeistert. Beeindruckt ist sie vor allem von der Vielseitigkeit im Skisport. «Die neuen Erfahrungen, die ich immer wieder sammeln kann, motivieren mich sehr, auch wenn es mal nicht so gut läuft.

Außerdem kommt man sehr viel rum», schwärmt das Nachwuchstalent. Seit Mattli im vergangenen Sommer die Realschule erfolgreich abgeschlossen hat, kann sie sich noch mehr auf das Skifahren konzentrieren. Sie hofft, im Zoll-Ski-Team oder bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen zu werden, damit sie sich noch intensiver um den Skirennsport kümmern kann. Denn nicht nur in den Wintermonaten wird fleißig trainiert. Bis Anfang April dauert die Rennsaison und dann geht es gleich weiter mit dem Konditionstraining. «Wenn im Allgäu kein Schnee mehr liegt, fahren wir auf die Gletscher, bis auch dort die Lifte schließen. Dann starten wir unser Sommertraining in Oberstdorf im Kraftraum und bei anderen Ausdauersportarten», lässt Mattli wissen.

In der Kraftalp am Skiinternat in Oberstdorf finden die Athleten optimale Bedingungen für den Muskelaufbau vor und gemeinsam geht es dann auch öfter mal zum Joggen oder Radeln. Im September fährt die Trainingsgruppe um Stephan Schmid wieder auf die Gletscher zum Skitraining. Dort und auch am ATA Oberjoch fahren die Mädels unter der Aufsicht ihres Trainers auf einer abgesteckten Strecke. «Im Training versuchen wir, vor allem unsere Technik zu verbessern. Wir konzentrieren uns auf den Slalom und Riesenslalom», berichtet die 16-Jährige.

Stabiler Oberkörper ist wichtig

Trainer Stephan Schmid war selbst auf einem guten Weg, ein erfolgreicher Skifahrer zu werden, bis ihn eine schwere Verletzung zum frühzeitigen Aus zwang. Dadurch und durch seinen ebenfalls talentierten Zwillingsbruder Philipp weiß er, worauf es bei einem guten Lauf ankommt. «Ein ruhiger, stabiler Oberkörper ist beim Slalom besonders wichtig und daran versuchen wir, im Training besonders zu arbeiten».

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