Füssen
Zum 90. ein echter Klassiker

Am 15. Februar 1919 fanden sich einige schauspielbegeisterte Füssener Bürger zusammen, um eine Theatergruppe zu gründen. Die Volksbühne Füssen war geboren - und feiert heuer ihren stolzen 90. Nicht mit Häppchen und Ansprachen, sondern mit einem ganz besonderen Projekt in einem ganz besonderen Haus: Dem Volksstück «Mathias Kneissl : ein bayerischer Volksheld» am Samstag, 21. November, im Festspielhaus Füssen.

Höhen und Tiefen

Höhen und Tiefen erlebte die Volksbühne in diesen 90 Jahren. Mit Idealismus und Engagement überwanden die Mitglieder die Tiefen und arbeiteten sich wieder in die Höhe. Was mit Bauerntheater im wahrsten Sinn des Wortes begann, was heitere und besinnliche Stücke nach sich zog, das fand seinen Gipfel in den Freilichtaufführungen im Klosterhof (Brandner Kaspar, Lumpazi Vagabundus, Pension Schöller). Nach dem Aus im Klosterhof aus Sicherheitsgründen steckte die Volksbühne den Kopf nicht in den Sand, sondern feierte im Kurhaus Schwangau einen Triumph mit «Oskar und Felix».

«Man erwartet inzwischen etwas von uns. Und diese Erwartungen wollen wir mit dem Kneissl auch erfüllen», umschreibt Irene Klenke die Intention für das Projekt zum 90-Jährigen. Zusammen mit Markus Bader, dem einzigen Profi im Ensemble, führt sie Regie - und der Kneissl soll die Abschiedsvorstellung für die beiden werden. «Jetzt müssen Jüngere ran», grinst Bader, selbst gerade mal 35 Jahre alt und eigentlich im Raum Düsseldorf engagiert oder auf Tournee, Richtung Stephanie Schöler, die Regieassistentin beim «Kneissl».

Seit Wochen ist das Team öfter im Festspielhaus zu finden als daheim. Alle legen wieder Hand an, damit der Kneissl, der Klassiker zum Jubiläum, ein Erfolg wird. Ob beim Bühnenbild, bei den Requisiten, der Maske oder den Kostümen. Teils kann die Volksbühne aus dem Fundus des Festspielhauses schöpfen.

Teils lieh sie sich zum Beispiel wuchtige Tische und Bänke. Und die Musik, die holten Vorsitzender Holger Kolb und seine Mitstreiter aus Pfronten. Jo Mörz und seine Bläser ließen bei der Probe schon mal anklingen, wie es damals im Wirtshaus geklungen haben könnte.

Wies vor 100 Jahren war

Denn das ist ganz wichtig beim Kneissl, er soll so authentisch wie möglich sein. «Es ist halt wieder etwas ganz anderes, es ist ein Stück aus der Geschichte, aus der Realität. Beim Brandner, da war auch Komödie, da war Fantasie dabei», so Markus Bader. Beim «Kneissl» dagegen, da spiegelt sich das knallharte bayerische Leben wieder, wie es vor 100 Jahren war.

Karten für die Vorstellung am Samstag, 21. November, um 19.30 Uhr im Festspielhaus Füssen gibt es bei der Allgäuer Zeitung, bei der Touristinformation Füssen, im Festspielhaus, Telefon 08362/5077-212, oder

www.muenchenticket.de

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