Zu Heimat gehört auch Aufmüpfig-sein-Dürfen

Sontheim (kth). - Die Sontheimer Dampfsäg ist wieder Schauplatz des fünftägigen Musikfestivals 'Schwabendampf'. Bis Sonntag, 17. Oktober, wird nach den Jahren 2000 und 2002 zum dritten Mal Volksmusik in moderner Form geboten. In der Eröffnungsfeier setzte die 20-jährige Maria Scheiblhuber aus Friedberg einen spektakulären musikalischen Kontrapunkt zu den offiziellen Ansprachen. Harfe und Gesang, mit eigenen Kompositionen: Die junge Frau beeindruckte die etwa 50 Gäste durch ihre meisterliche Darbietung und demonstrierte laut Bezirkstag-Vizepräsident Alfons Weber, wie man mit der Harfe neue Wege gehen kann. Weber bescheinigte den Veranstaltern - Freunde und Förderer der Dampfsäg, Beratungsstelle für Volksmusik des Bezirks Schwaben und Bayerischer Landesverband für Heimatpflege - ein stimmiges Konzept, das auch von einer entsprechenden Nachfrage getragen werde. 'Das ursprüngliche Ziel, eine Synthese zwischen überlieferten und heutigen Kulturerscheinungen anzustreben, wurde in überdurchschnittlichem Maße erreicht', so Weber in seiner Festansprache. Die bayerischen Bezirke seien Wahrer, Pfleger und Träger regionaler Kultur. Dies umfasse aber nicht nur das Bewahren von Traditionen, sondern müsse auch die aktuellen Formen des Kulturschaffens beinhalten. Heimat und Heimatpflege hätten nichts mit Enge und Zurückgebliebenheit zu tun.

Zu Heimat gehöre Auseinandersetzung, Widerspenstigkeit und Aufmüpfig-sein-Dürfen. Dies treffe auch für die Volksmusikpflege zu. Traditionelle Formen seien dabei nicht das Ziel, sondern der Ausgangspunkt. Sowohl der Vize-Präsident als auch der stellvertretende Landrat Georg Fickler und Sontheims Bürgermeister Manfred Diem sprachen sich in ihren Grußworten für den 'Schwabendampf' aus, der in der Dampfsäg einen idealen Schauplatz gefunden habe und mit einem Programm der Extraklasse aufwarte (wir berichteten). Das Musikfestival endet am Sonntag, 17. Oktober, mit einem Kirchweihtanz, zu dem die Schwäbischen Wirtshausmusikanten aufspielen. Vorher besteht die Möglichkeit zum Mitmachen, so beim Frühschoppen, wenn jede Stimme, jedes Instrument und jedes Tanzbein willkommen ist. Damit betont die Leiterin der Beratungsstelle Evi Heigl einen der wichtigen Aspekte des Festivals. i Heute, Freitag, 15. Oktober, präsentieren sich in einer Doppelveranstaltung die Gruppe 'Höngdobel' und Reiner und Dietmar Panitz, bekannt als die Mehlprimeln, Beginn ist um 20 Uhr. Weitere Informationen zum Festival sind unter der Internet-Adresse www. dampfsaeg. de erhältlich.

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