Zu feucht selbst für Schädlinge

Buchloe (sys). - Im vergangenen Jahr hielt der Feuerbrand die Bürger von Buchloe, Waal und Lamerdingen in Atem. Heuer hält sich der Schädlingsbefall an Bäumen und Sträuchern insgesamt aber noch in Grenzen. 'Mit Sicherheit trägt die schlechte Witterung in diesem Jahr einen Teil dazu bei', so Gerhard Limmer, Leiter des Forstamtes Kaufbeuren. Die hohen Temperaturen des vergangenen Sommers haben die Verbreitung des Feuerbrandes unterstützt. Durch feuchte Witterung und niedrige Temperaturen wie in diesem Sommer wird dagegen eher die Ausbreitung der Spinnerraupe und der Gespinstmotte gefördert - doch auch hier ist in diesem Jahr die Lage noch ruhig. Gespinstmotten befallen hauptsächlich Bäume und Sträucher in der Nähe von Gewässern. Für die Gewächse seien sie allerdings weniger schädlich, so Limmer. Bereits im darauf folgenden Jahr haben sich die Bäume wieder vollkommen erholt, betont er. Aus diesem Grund sei es nicht nötig, mit chemischen Mitteln gegen die Gespinstmotte vorzugehen. Des weiteren sei die Gefahr, die naheliegenden Gewässer zu vergiften zu groß. Durch die Netze, die diese Raupen spinnen, seien sie ohnehin so geschützt, dass man sie mit dem Gift schlecht erreichen könne. 'Optisch ist zwar ein Schaden zu erkennen, aber man muss die Natur selbst werkeln lassen.' Lediglich aus dem Nachbarlandkreis Landsberg ist bisher bekannt, dass mehrere Linden von den Raupen des Goldafter, einer Schmetterlingsart, befallen sind. Diese Raupen vertilgen alles, was in ihrer Umgebung wächst. Bei den Gespinsten handelt es sich um die Nester der Raupen. Vorgehen kann man gegen die Plage nicht, da das Pflanzenschutzgesetz das Spritzen in den meisten Fällen verbietet.

Zwei Linden betroffen Zwischen Honsolgen und Hausen sind laut Gerhard Städele, Leiter des Ordnungsamtes Buchloe, zwei Linden von Gespinstmotten befallen. 'Ansonsten liegen uns glücklicherweise noch keine weiteren Meldungen vor.' Auch die Rate der mit Feuerbrand befallenen Gewächse sei äußerst gering. Hartmut Stauder, Leiter der Gartenbaufachabteilung im Landratsamt Ostallgäu, betont, dass man in diesem Jahr nicht von einer Plage sprechen könne. Der Befall trete nur an einzelnen Bäumen auf. 'Man kann annehmen, dass die kühle Witterung in diesem Sommer eine rasche Ausbreitung der Schädlinge verhindert' so Gerhard Limmer.

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