Kempten
Wolf und Wald sind nicht zum Fürchten

«Vor dem Wolf hab ich aber Angst», baut ein Junge vorsorglich schon mal vor, als das Rotkäppchen ganz tapfer zu einer leichtfüßigen Musik in den Wald marschiert. Schließlich wird das kein Spaß werden, so alleine im dunklen Wald. Die Kinder kennen ihr Märchen natürlich genau, mit dem die Figurenspielerin Cornelia Fritzsche aus Dresden nach Kempten ins Stadttheater gereist ist.

Die Sorgen des Jungen sind aber unbegründet. Denn zum Fürchten ist in dieser zauberhaften Inszenierung nichts. Der Wald will kein richtig düsterer Wald sein und auch der Wolf ist nur ein zerzauster «Sockenwolf», der eifrig darauf bedacht ist, ja nicht mit einem Hund verwechselt zu werden. Zuerst einmal steht da nur ein großer moosgrüner Blätterhaufen auf der kleinen Bühne des Theater-Oben. Wenn die Figurenspielerin in ihn hineinsteigt, beginnt er zu leben: «Schlüpf ich in den Rock hinein, fällt mir immer etwas ein So bin ich immer, was ich bin - eine Geschichten-Bereiserin.»

Wenn Cornelia Fritzsche das Rotkäppchen-Märchen bereist, dann stellt sie die Geschichte durchaus mal auf den Kopf und kippt ihre Bühne einfach um. Der «Erzählrock» ist dann der Wolfsbau, in den das Rotkäppchen hineingefallen ist. Und wieder herumgedreht, erscheint das Innere des Häuschens der Großmutter.

Den Kindern im ausverkauften Theater-Oben haben diese Verwandlungen gefallen, auch wenn die Puppenfiguren für die hinteren Reihen etwas zu klein waren.

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