Wohnhäuser nehmen die nächste Hürde

Füssen (hs). - Die Bauleitplanung für vier weitere Häuser am Köllebachweg in Hopfen am See hat die nächste Hürde genommen: Bei drei Gegenstimmen befürwortete der Füssener Bauausschuss die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans. Wie mehrfach berichtet, sollen am Köllebachweg weitere Wohnhäuser entstehen. Ein Vorhaben, das in Hopfen umstritten ist: Bürger befürchten, dass dieses Projekt den Auftakt für die komplette Bebauung der Grünfläche unterhalb des Hauses Hopfensee darstellt. Eine Entwicklung, die die Stadt als künftige Eigentümerin eines Teils der Grünfläche vermeiden will.

Trenngrün dauerhaft sichern Zur Änderung des Flächennutzungsplanes waren Behörden und Verbände gehört worden sowie Bürger. Ergebnis: Die Behörden haben kaum Bedenken. So wies beispielsweise die Emissionsschutzbehörde beim Landratsamt lediglich darauf hin, dass von gastronomischen Betrieben an der Uferstraße Küchenabluft zu den Neubauten wehen könnte. Eine Anmerkung, die der Ausschuss aufnahm und auch beim Bebauungsplan berücksichtigen will, um mögliche Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die Untere Naturschutzbehörde betonte, dass das Trenngrün zwischen Hopfen und Bebele nach der jetzt vorgesehener Wohnbebauung dauerhaft gesichert werden müsse. Der Ausschuss verwies darauf, dass die Stadt demnächst Eigentümerin der angrenzenden Fläche werde und so eine Bebauung verhindern könne. Deutlich mehr Kritik an der Planung äußerten Verbände und Bürger: Der Bund Naturschutz wollte der Änderung des Flächennutzungsplans unter keinen Umständen zustimmen. Denn es sei abzusehen, dass weitere Neubauten folgen würden. Mit Hinweis auf die künftigen Eigentumsverhältnisse wies der Bauausschuss mehrheitlich den Einwand zurück. 'Schwerste Bedenken' erhob die Interessengemeinschaft aus Hopfen: 60 Bürger regten an, auf die Planänderung zu verzichten. Hier würden die Planungsziele für das Trenngrün verletzt. Der Ausschuss wies auch dies zurück und berief sich dabei auf die Behörden, die keine solchen Vorbehalte geäußert hätten. Nun soll die Änderung des Flächennutzungsplans offiziell beantragt werden.

Aber nicht mit 'Autobahn' Vize-Bürgermeister Walter Ganseneder wies zum Abschluss der Beratung noch auf ein Problem hin, das im Rahmen des Bebauungsplanes behandelt werden muss. Wie berichtet, sieht der Bebauungsplan-Entwurf eine zweite Erschließungsstraße vor. Der Ausschuss hatte bereits in einer früheren Sitzung seine Bedenken gegen einen dann 'acht Meter breiten Boulevard' geäußert. Und dabei bleibt es: 'Wenn das Ganze mit einer Autobahn da drinnen endet, gibt's keine Zustimmung zum Bebauungsplan', betonte Ganseneder. i Die vorgezogene Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan-Entwurf für den Köllebachtobel in Hopfen am See läuft bereits. Der Plan liegt noch bis 23. Juli im Rathaus Füssen aus.

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