Wirtschaftsstandort mit Pluspunkten und Defiziten

Marktoberdorf | rel | Was ist für die Wirtschaftsstandorte Marktoberdorf und Ostallgäu in den vergangenen Jahren getan worden, wo gibt es Defizite, wo Probleme? Um diese Fragen ging es in einer Wahlveranstaltung der Freien Wähler, zu der Landrat Johann Fleschhut und Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer Vertreter von Firmen und Wirtschaftsverbänden eingeladen hatten. Die Resonanz war allerdings eher schwach.

Der Landkreis achte bei Auftragsvergaben darauf, dass möglichst regionale Anbieter zum Zuge kämen, sagte Fleschhut. Schnelle Baugenehmigungen, 17 Millionen Euro für Schulen, Straßenbau und weitere Punkte nannte er als Beispiele, wie der Landkreis den Wirtschaftsstandort stärkt.

'Wir tun alles, um eine Expansion örtlicher Firmen zu ermöglichen', betonte Himmer. Auch setze er sich für den Ausbau der Hotelkapazitäten ein. Es gebe 'interessierte Investoren', doch wollten diese zunächst 'Basiszahlen' sehen, sagte er, was ihm Brauhaus-Vorstand Heinz Christ bestätigte. Deshalb soll nun ein Experte die nötigen Daten liefern.

Eine baldige Umfahrung Marktoberdorfs und eine dritte B 12-Ausfahrt sind weitere Ziele Himmers. In Sachen Innenstadtkonzept räumte er ein, dass die Umsetzung 'eher schwierig' sei. Auch zögen nicht alle Grundstücksbesitzer mit. Auf jeden Fall soll nun ein Ingenieurbüro mit den Bodenuntersuchungen beginnen. In der Diskussion führte ISM-Chef und CSU-Stadtratsbewerber Franz Josef Fendt unter anderem das Innenstadtkonzept, die Campingdebatte und seine Maibaum-Pläne als Beispiele dafür an, es gehe zu wenig voran. Dem hielt Himmer entgegen, das Konzept sei zwar 'toll', doch müssten die Bedingungen zur Umsetzung stimmen. Den Campingplatz habe der Stadtrat abgelehnt.

Schwerverkehr aus der Stadt

Hubert Schmid forderte, das Straßennetz zu verbessern und den Schwerverkehr aus Marktoberdorf herauszunehmen. Dazu sagte Fleschhut, der Landkreis habe seine Hausaufgaben gemacht. Dagegen investiere der Freistaat erst in jüngerer Zeit wieder in Straßen. Deutlich wies Fleschhut die Behauptungen eines Besuchers zurück, mit der Landratsamt-Erweiterung werde das Personal aufgestockt und in der Zulassungsstelle werde nicht effizient gearbeitet.

Hubert Kuhn plädierte für ein vernünftiges Verkehrskonzept und Alfred Herbein für ein Baugebiet zwischen Tennishallen und Langweg. Thomas Hübner kritisierte die Belastungen der Wirtschaft durch Bürokratie. Fast verwundert äußerte sich Investor Franz Josef Bietsch (Ofterschwang) über die kritische Stimmung: Seine Firma arbeite sehr gerne hier. Die Stadt könne 'beneidenswerte Zahlen' vorweisen. Sehr zufrieden sei er auch mit der Arbeit des Rathauses und des Stadtrates, betonte Bietsch.

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