Wir werden um unser Wasser kämpfen müssen

Winterrieden(clb). - Die gemeindliche Wasserversorgung, das neue Gewerbegebiet am Kerkerweg, die Bepflanzung an der Bundesstraße B 300 sowie der Neubau eines Feuerwehrhauses und die Zukunft des Kindergartens - das waren die beherrschenden Themen bei der Bürgerversammlung in Winterrieden. Heuer steht erneut die Genehmigung für den Tiefbrunnen an, sagte Bürgermeister Gerhard Brosch und betonte: 'Wir werden um unsere Wasserversorgung kämpfen müssen.' Seit mittlerweile 30 Jahren werde das Winterriedener Wassernetz zu zwei Dritteln aus Quellen sowie zu einem Drittel aus dem Brunnen gespeist. Laut neuem Wasserschutzgesetz müsse die Gemeinde - sofern sie ihr Wasser weiterhin aus den drei Quellen beziehen wolle - ihr bisheriges Schutzgebiet erheblich (das heißt bis an die Ortsgrenze von Reichau) vergrößern. Das könnte allerdings zu Problemen mit der Landwirtschaft führen, sagte Brosch Falls sie ihr Wasser nur noch aus dem Brunnen beziehe, müsse die Gemeinde 'im schlimmsten Falle' viel Geld (rund eine Million Euro) in eine Aufbereitungsanlage investieren. 'Im Hinblick auf unser einwandfreies und gesundes Wasser, brauchen wir diese doch nicht', unterstrich Brosch. 'Da ab kommenden Herbst nur noch 23 Mädchen und Buben unseren Kindergarten besuchen, wird die zweite Gruppe nicht zu halten sein', bedauerte der Bürgermeister auf Nachfrage von Karolin Imminger. Albert Zangl wollte wissen, nach welchen Kriterien die Bepflanzung an der Bundesstraße B 300 erfolgt sei. 'Um später viel Arbeit mit Unkraut- und Grasjäten zu sparen, haben wir eine bodendeckende Struktur mit rund 1000 Pflanzen gewählt', antwortete Brosch. Nachdem das alte Feuerwehrhaus am Merzenberg viel zu eng und zu niedrig sei, werde es auf jeden Fall durch einen geräumigeren Neubau ersetzt, erläuterte er auf Nachfrage von Andreas Walter. Laut Raumprogramm der Regierung von Schwaben seien zwei Stellplätze genehmigt. Da das Winterriedener Feuerwehrfahrzeug mittlerweile 22 Jahre alt sei, brauche man irgendwann ein neues.

Keine konkreten Anfragen Josef Sailer erkundigte sich nach dem Interesse am neuen Gewerbegebiet am Kerkerweg. Es seien zwar schon Nachfragen, aber keine konkreten Anfragen eingegangen, erwiderte der Rathauschef. Offensichtlich durch die Zerstörungswut Jugendlicher sei am Winterrieder Bushaltehäuschen schon die dritte Dachrinne kaputt, informierte das Gemeindeoberhaupt. Aber auch in privaten Gärten seien in letzter Zeit Beschädigungen gemeldet worden: 'Wenn das so weiter geht, erfolgt eine Anzeige.' Abschließend unterstrich Brosch: 'Auch wenn alle vom Rückschritt reden, müssen wir mit Blick auf anstehende Maßnahmen optimistisch in die Zukunft blicken.'

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