Sonthofen
«Wir müssen uns an die eigene Nase fassen»

Die Verantwortlichen des Landesligisten 1. FC Sonthofen sehen nach dem Rauswurf von Trainer Alexander Methfessel die Spieler in der Pflicht. »Allgäu-Sport Vor dem schweren Heimspiel gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten TSV Eching am Samstag soll es für die Mannschaft keine Ausreden mehr geben. «Es werden nur Spieler auflaufen, die bereit sind, wirklich alles für den Verein zu geben», lautet die klare Ansage von Spielleiter und Interimstrainer Matthias Schmidle. Auch Andreas Fink, der zusammen mit Schmidle auf der Bank sitzen wird, findet deutliche Worte: «Wem jetzt noch nicht klar ist, wie ernst die Lage ist, der soll mal einen Blick auf die Tabelle werfen.»

Die Spieler geben sich selbstkritisch: «Wir sind selbst schuld, dass wir die Punkte nicht geholt haben», sagt Michael Falger. «Der Trainer stellt nur die Mannschaft auf.» Das sieht auch sein Mitspieler Yusuf Bakircioglu so: «Wir müssen uns jetzt an die eigene Nase fassen und am Samstag die drei Punkte holen.»

Das Verhältnis zwischen Spieler und Mannschaft sei bis zum Schluss gut gewesen, sagt Bakircioglu. Aber die Leistungen auf dem Platz hätten nicht mehr gestimmt. «Wir haben uns zuletzt gegen Pipinsried auch mit elf gegen zehn keine einzige Torchance erarbeitet», macht Benjamin Müller die zuletzt schwachen Leistungen der Mannschaft für die Entscheidung des Vorstandes verantwortlich.

Neuer Schwung im Training

Überrascht waren die Spieler aber aufgrund des anhaltenden sportlichen Misserfolges nicht. «Alle waren bei der Rückfahrt im Bus nach der Niederlage in Pipinsried völlig niedergeschlagen», erzählt Michael Falger. «Ich hatte schon ein Gefühl, dass diese Woche etwas passiert.» Falger erhofft sich jetzt neuen Schwung im Training und vor allem einen Erfolg im richtungsweisenden Spiel gegen Eching: «Ich glaube, jetzt ist endgültig jedem klar geworden, worum es geht.» Darin ist er sich mit seinen Mitspielern einig: «Gegen Eching müssen die drei Punkte her», sagt Benjamin Müller. Auch wenn er einen harten Kampf auf dem Kunstrasen erwartet, weil auch der Gegner mit dem Rücken zur Wand steht. «Es kann jetzt nicht mehr darum gehen, schön zu spielen. Wir müssen jetzt einfach einen Sieg einfahren.»

Die Übergangslösung mit Matthias Schmidle und Andreas Fink begrüßen die Spieler: «Die beiden sind genau die Richtigen in dieser Situation, weil sie die Mannschaft kennen und die Spieler motivieren können», sagt Michael Falger. Auch Benjamin Müller findet nur Lob: «Sie sind erfahren und haben als Spieler schon ähnliche Situationen überstanden.»

«Es ist klar, dass man dem Verein in so einer Situation hilft», sagt Andreas Fink, der erst im Sommer seine Karriere als Spieler beendet hatte und eigentlich die A-Jugend trainiert. In Einzelgesprächen mit den Spielern will er sie motivieren und jedem Mannschaftsmitglied klar machen, worum es geht. Trotz der schwierigen Situation gibt sich Fink optimistisch: «In der Mannschaft steckt genügend Potenzial. Wenn jeder abruft, was er kann, bin ich guter Dinge, dass wir am Samstag drei Punkte holen.»

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