Lindenberg
«Wir fallen vor der Stadt nicht auf die Knie»

Die Erweiterung des Feriendorfs «Bayernpark» liegt weiter auf Eis. «Gut Ding will Weile haben» und «Die Zeit arbeitet nicht gegen uns», sagt Hauptamtsleiter Roland Kappel. «Wir fallen vor der Stadt nicht auf die Knie», entgegnet die Deutschland-Chefin von Roompot, Lia von der Plas. Der holländische Tourismuskonzern, seit drei Jahren Betreiber der 108 Ferienhäuschen auf dem Nadenberg, hat keine Eile mehr mit der Modernisierung.

Vor eineinhalb Jahren wurde der Bebauungsplan gestoppt, der zusätzlich 37 Chalets unterhalb der Anlage vorsieht. Seitdem ist es ein Fall für die Juristen.

Die Stadt befürchtet, durch den beabsichtigten Verkauf der Parzellen an Investoren könnte eine Rolladensiedlung entstehen. Van der Plas bestreitet das vehement. Das System funktioniere auch in anderen Ferienparks des Konzerns; die Besitzer dürften nur zwei Wochen im Jahr selbst Urlaub darin machen und müssten ansonsten vermieten. Wer das nicht tue, müsse das gekaufte Objekt zurückgeben. Das sehe der Kaufvertrag vor.

Sie versteht die Angst der Stadt nicht. Mit den Kommunalpolitikern in anderen deutschen Städten, wie Cochem oder Grafenau, habe man keine solche Schwierigkeiten, beteuert sie.

Grundstück noch verpachtet

Das Gelände, auf dem die neuen Häuser errichtet werden sollen, ist bis April 2011 verpachtet an Josef Kofler. Er muss die Wiesen mähen und hat in einem Stall noch seine Pferde untergebracht. Ponyreiten ist bei den jungen Feriengästen nach wie vor beliebt.

Wenn ihm Roompot entgegenkomme beim Abbau und Transport des Stalls auf seinen inzwischen bezogenen Bauernhof in Weiler-Bremenried (wir berichteten), würde er schon vorzeitig auf das Pachtrecht verzichten, teilte er der Heimatzeitung mit. Doch das Unternehmen scheint daran überhaupt nicht interessiert zu sein. «Das Thema Kofler ist für mich erledigt», antwortet van der Plas kurz angebunden. «Wir können warten, der steht uns nicht im Weg»; das heißt, vor dem Sommer 2011 passiert nichts.

Krise macht sich bemerkbar

Hinzu komme die Wirtschaftskrise, die auch der Tourismuskonzern zu spüren bekomme, erwähnt die Managerin, warum keine Anstrengungen unternommen werden, sich mit der Stadt zu einigen.

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