Dietmannsried
«Wir brauchen einen dritten Fußballplatz»

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Sie wollen nicht mehr locker lassen, die Fußballer des TSV Dietmannsried: «Wir brauchen einen dritten Fußballplatz,» forderte Abteilungsleiter Karl Birk bei der Bürgerversammlung in Dietmannsried. Bereits vor 15 Jahren habe Bürgermeister Hans-Peter Koch Abhilfe versprochen, geschehen sei bis dato aber nichts.

220 große und kleine Fußballer sind beim TSV Dietmannsried aktiv. Mehr als 1100 Stunden Training stehen Jahr für Jahr an - aber seit Jahrzehnten nur zwei Fußballplätze zur Verfügung: Der Schulsportplatz und eine von der Kirche gepachtete Wiese - «ohne für Fußballplätze üblichen Unterbau», betont Birk. Da dieses Grundstück beim Freibad auch rege als Bolzplatz genutzt werde, sei das Grün überlastet, im Sommer flächenweise «wegtrainiert». Abhilfe erhoffen sich die Fußballer durch einen weiteren Platz, wenn möglich ein Kunstrasenfeld, das fast das ganze Jahr über genutzt werden könne.

Zwar sprach Rathauschef Koch das Problem bei der Bürgerversammlung von sich aus an und stellte auch eine mögliche Planung beim Schulsportplatz (Laubener Straße) vor, verwarf sie aber gleich wieder: Eine Zufahrtsstraße zu Tennisplatz und Bauernhof lasse sich nicht ohne weiteres verlegen. Auch ein Feld gegenüber der Laubener Straße (in Besitz der Kirche) könnte theoretisch zum Fußballplatz umgebaut werden. Doch es sei bis 2014 an einen Bauern verpachtet. Ähnliches gelte für ein gemeindliches Grundstück in der Nähe des Wertstoffhofes. Das sei bis 2011 verpachtet. Koch: «Der Landwirt will vorher leider nicht aus dem Vertrag aussteigen.»

Die einzige praktikable Möglichkeit, die Koch sieht, ist ein Grundstück gegenüber der Reithalle. Jetzt seien die Fußballer am Zug diese Möglichkeit abzuklopfen, Koch habe den Kontakt hergestellt.

Schulterklopfen

Wie auch immer, sagt Birk, es müsse sich jetzt bald etwas tun. «Ich lass da nicht mehr locker», zeigt sich der Abteilungsleiter gegenüber der AZ kämpferisch und verweist auf einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1994. Schon damals habe Bürgermeister Koch den von Platzproblemen geplagten Fußballern Unterstützung zugesichert. «Wir bekommen ja jede Menge Schulterklopfer für unseren Idealismus, weil wir Kindern Werte wie Kameradschaft beibringen und sie von der Straße ins Training holen.»

Die Trainingsbedingungen aber seien «unter aller Kanone». Die Fußballer hätten «15 Jahre Geduld bewiesen. Jetzt ist Ebbe in der Gemeindekasse und wir gehen wieder jahrelang leer aus. Das kann es nicht sein.»

Vor etlichen Wochen haben die Fußballer ihr Problem schon im Gemeinderat geschildert. Auch D-Jugend-Trainer Eckard Jenisch bemängelt, dass sich seit 20 Jahren nichts tut. Es sei «allerhöchste Zeit, Sport-Bedingungen wie in anderen Gemeinden zu bekommen». Die beste Möglichkeit sei ein Kunstrasenfeld, weil das fast ganzjährig genutzt und die im Winter stark frequentierte Dreifachhalle der Schule so entlastet werden könne.

Auch stellvertretender Abteilungsleiter Christian Weixler motivierte «mit vereinten Kräften einen dritten Sportplatz in Dietmannsried zu ermöglichen». Einen, auf dem man auch im Dunkeln spielen könne. Nur der Platz am Freibad habe eine Beleuchtung, allerdings eine, «da tun einem die Augen weh wegen des schlechten Lichts».

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