Buchloe
«Wir brauchen die Punkte»

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Ende November kehrte Norbert Zabel (36) auf die Trainerbank des ESV Buchloe zurück - und mit ihm der sportliche Erfolg. Seither holte der Bayernligist 19 von 27 möglichen Punkten. Zum Vergleich: In den zwölf Partien zuvor kamen die Piraten lediglich auf 14 Zähler. Vor dem prestigeträchtigen Heimspiel heute Abend (20 Uhr) gegen den ECDC Memmingen, der derzeit zwei Ränge hinter dem ESV auf Platz zwölf in der Tabelle steht, haben wir uns mit dem Aufstiegstrainer von 2008 unterhalten.

Seit Ihrer Rückkehr gingen die Piraten lediglich zweimal ohne Punkt vom Eis und stehen nur noch drei Zähler von einem Play-off-Platz entfernt. Der ESV Buchloe und Sie, diese Verbindung scheint perfekt zu harmonieren

Zabel: Mein Vorteil ist, dass ich die Jungs bereits kenne. Nach meiner Rückkehr haben wir das System, das wir in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben und das sehr gut zur Mannschaft passt, wieder aufgenommen. Wir trainieren sehr hart und fleißig, geben in jedem Spiel 60 Minuten lang Vollgas. In einer derart ausgeglichenen Liga ist das auch das A und O.

Dass es als Trainer auch anders laufen kann, mussten Sie zu Beginn dieser Saison in Landsberg feststellen. Nach Ihrem Rücktritt hat sich der Verein vom Tabellenkeller nun auf Platz vier der Oberliga vorgearbeitet. Schmerzt Sie das?

Zabel: Nein, überhaupt nicht. Ich mache den sportlichen Aufschwung dort auch weniger an meinem Rücktritt fest. Nach meinem Weggang wurden drei neue Spieler verpflichtet. Zudem hat sich hinter den Kulissen vieles verbessert, was die meisten jedoch nicht wissen. Und seither geht es in Landsberg aufwärts.

«Nichts Großartiges verändert»

In Buchloe kämpfte das Team zu Beginn der Saison nicht nur mit großem Verletzungspech, auch die Chemie innerhalb der Mannschaft mit ihren vielen Neuzugängen sowie mit dem damaligen Trainer Franz-Josef Baader stimmte anscheinend nicht. Was haben Sie konkret geändert?

Zabel: Ich habe die Reihen umgestellt. Im zweiten und dritten Block finden sich nun weitgehend wieder die gleichen Spieler wie vergangene Saison. Die Neuzugänge spielen in der ersten Reihe. Mit der Verpflichtung von Peter Westerkamp wurde auch endlich ein perfekter Partner für Thomas Fortney und Matthias Ziegler gefunden. Ansonsten habe ich nichts Großartiges verändert. Wenn du erfolgreich spielst, erledigen sich viele Probleme von allein.

Wo sehen Sie die Stärken im Team, und was muss sich noch verbessern?

Zabel: Positiv ist, dass wir wie vergangene Saison aus einer sicheren Abwehr heraus agieren, wir dabei aber gleichzeitig im Abschluss besser geworden sind. Mit Thomas Fortney haben wir in der Offensive auch einen überragenden Ausländer, der immer für ein Tor gut ist. Unsere große Schwäche ist sicherlich das Überzahlspiel.

In Ihrem zehnten Spiel heute Abend gegen Memmingen geht es nicht nur um jede Menge Prestige, sondern auch gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz. Ist ein Sieg Pflicht?

Zabel: Wir brauchen die Punkte, keine Frage. Ich habe das Hinspiel in Memmingen zwar nicht gesehen, aber das war ja eine recht deutliche Angelegenheit (der ESV verlor mit 4:9, Anm. d. Red.). Die Indians haben auch in diesem Jahr wieder einen starken Kader mit vielen erfahrenen Spielern. Ich denke aber, wenn jeder im Team an seine Leistungsgrenze geht, stehen unsere Chancen auf einen Sieg heute Abend durchaus gut. Eine hitzige Partie wird es allemal.

Mit Spielen gegen Miesbach, Regensburg, Pfaffenhofen, Schweinfurt und Erding erwartet Sie in den letzten neun Spielen ein richtig strenges Programm. Wo steht der ESV Buchloe am Ende der Vorrunde?

Zabel: Ich hoffe, auf einem der ersten acht Plätze. Vor der Saison war der Klassenerhalt das Ziel. Wenn man nun aber um den achten Platz mitspielen kann, sollten die Play-offs auch das Ziel sein. Doch die zu schaffen, wird mit diesem Endprogramm sicherlich sehr schwer.

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