Wink mit dem Zaunpfahl schlichtweg ignoriert

Sonthofen/Oberallgäu | pts | Den Wink mit dem Zaunpfahl, dass es in der nächsten Instanz womöglich dicker kommen könnte, ignorierte ein Tierhalter aus dem Oberallgäu jüngst vor dem Amtsgericht Sonthofen schlichtweg. Der 56-Jährige nahm ein Urteil wegen Beleidigung (25 Tagessätze à 50 Euro) nicht an und geht, wie er im Gerichtsaal ankündigte, in die Berufung.

Dabei hatte der Einzelrichter in der mündlichen Verhandlung nach dem Einspruch des Mannes gegen einen Strafbefehl bei der Geldstrafe schon eine Schippe draufgelegt. Er habe doch seinen Kontrahenten, einen Autofahrer, nicht übel beleidigt, sondern allenfalls 'emotionsgeladen' gestikuliert, als der Pkw-Lenker am Anwesen des Tierhalters 'vorbeigerast' sei und beinahe ein Schwein am Straßenrand erwischt habe.

Den Vorfall schilderte der Zeuge vor Gericht freilich anders. Er lasse sich die ihm zwiefach entgegengeschleuderte Titulierung nicht gefallen, die in der Gossensprache ein menschliches Körperteil bezeichnet.

Sattes Vorstrafenregister

Richter Andy Kögl und die Staatsanwältin stuften den Beschimpften allerdings glaubwürdiger ein als den Angeklagten, zumal dieser ein sattes Vorstrafenregister, darunter auch Aggressions-Delikte, aufzuweisen hat. Weshalb die 'Messlatte' nun bei 25 Tagessätzen über je 50 Euro liegt - Tendenz steigend.

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