Allgäu
Wieder in Bergstadt

Lindenberg Das im Vorjahr wegen Sicherheitsbedenken des Ordnungsamts nach Scheidegg verlegte Silvester-Feuerwerk des Pyrotechnikers Waldemar Stiefenhofer kann in zehn Tagen wieder in Lindenberg steigen. Die Stadt suchte zwei Dutzend freiwillige Helfer. Fußballclub und Feuerwehr übernehmen den Dienst.

«Das einzige, was das knapp zehnminütige Musik-Feuerwerk noch verhindern könnte wäre Sturm», so der Lindenberger Stiefenhofer, der betont, dass er die Schau am Hallenbad nicht ohne sein Team bewerkstelligen könnte. Dazu zählt Sohn Moritz, Neffe Kai und Bruder Thomas, sowie Simon Weigl und Alexander Wetzel, die zum Teil schon seit September mit den Vorbereitungen (Behördengänge) beschäftigt sind.

Nachdem die Glocken der Stadtpfarrkirche das neue Jahr eingeläutet haben, beginnt zehn Minuten nach Mitternacht das große Feuerwerk. «Dann haben die Leute noch Zeit, einander Neujahr zu wünschen», erklärt Stiefenhofer, warum nicht punkt24 Uhr begonnen wird.

Etwa zwei Stunden vorher werden die Wege rund um den Hallenbad-Parkplatz und den Bolzplatz von Feuerwehr und FCL-Helfern gesperrt, aus Gründen der Sicherheit und des Brandschutzes. Das betrifft den Weg von der Realschule, der Hansenweiherstraße und der Sonnenhalde. Die Zufahrtsstraße zum Hallenbad wird schon zwei Tage vorher gesperrt.

Es bietet sich also an, zu Fuß zu dem Spektakel zu kommen. «Die besten Plätze sind direkt am Parkplatz», empfiehlt der Pyrotechniker. «Denn um Licht und Schall im Einklang zu erleben sollte man direkt davor stehen, nicht auf der Seite und nicht dahinter», erklärt er. Und auf einer Anhöhe, wie beim Bergfriedhof, höre man die Musik nicht.

Bis zu 2000 Besucher werden erwartet, wie vor drei Jahren am Gutshof beim Krankenhaus, als das erste richtig große Feuerwerk die Lindenberger in Erstaunen versetzte. «Die Leute sollen ihre Knaller zuhause lassen», wünscht sich Stiefenhofer. Das wäre sinnvoll, denn das Schießen von Feuerwerkskörpern im Publikum ist schlichtweg verboten.

Wegen Belästigung angezeigt

Sollte es wieder Ärger geben, wird Stiefenhofer sein Zauberwerk wohl künftig in anderen Allgäuer Gemeinden veranstalten. Vor zwei Jahren zündete er das musikalische Feuerwerk am Jugendhaus am Alten Bahnhof vor einer begeisterten Menschenmenge. Daraufhin wurde Stiefenhofer von einer Bürgerin wegen Lärmbelästigung angezeigt.

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