Wie Immendorf wuchs

Von Stefan Nowicki Immenstadt1275 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und 1360 mit dem Stadtrecht versehen hat sich die Siedlung Immendorf in den Jahrhunderten der Geschichte zu dem entwickelt, was Immenstadt heute ist. Dabei ist die Siedlung nicht nur beständig gewachsen, sondern veränderte im Lauf der Jahre auch durch Brände und andere Katastrophen immer wieder ihr Aussehen. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Stadt nicht zuletzt durch die in jüngster Vergangenheit klug durchgeführte Altstadtsanierung und Verkehrswegeplanung. Auf einer Führung im Rahmen der Architektenwoche durch den Stadtkern, das Brauhaus- und das Hanfspinnerei-Viertel können Einheimische wie Besucher Immenstadt neu entdecken und mit anderen Augen zu sehen lernen.

Unter der fachkundigen Leitung von Architekt Friedemann Reich wird Interessierten die frühere Kleinheit Immenstadts innerhalb seiner Stadtmauern ebenso veranschaulicht, wie die Ausbreitung durch Industrie- ansiedlung und Wachstum. Dabei gibt es so manches zu entdecken. Wer weiß eigentlich noch, wo man den letzten kleinen Rest der historischen Stadtmauer sehen kann? Und bei welchen Gebäuden es sich um wirklich alte, liebevoll restaurierte Häuser handelt, im Gegensatz zu Neubauten mit einer dem Stadtbild angeglichenen Fassade? Wer wusste schon, dass die bunt bemalte Fassade des Drogeriemarktes Müller eher nach Oberbayern gehört und die Hausform des Schuhhaus Wiedemann aus Tirol stammt? Dies und viele andere unbemerkte Auffälligkeiten werden den Teilnehmern vor Auge geführt. Aber auch Historisches wie die Villen der Gebrüder Probst und der Sigelhof, das älteste noch erhaltene Immenstädter Bauernhaus, sind kennen zu lernen. Die moderne Stadtentwicklung, durch die Verkehrsspange entlang der Bahnlinie und den Ausbau des Steigbachs, wird erläutert und vor Ort veranschaulicht. So ist der Spaziergang durchs Städtle eine gelungene, sehr informative und interessante Alternative zu wetterbedingtem Rumhängen in Einkaufszentren und heimischen Stuben, die bei ihren weiteren Terminen hoffentlich noch viel Zuspruch erfährt.

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