Unterallgäu
«Wichtige Bausteine, große Herausforderungen»

«Wir haben in diesem Jahr viel erlebt, viel erreicht und einige Meilensteine geschafft», erklärt Landrat Hans-Joachim Weirather zum Jahresende in seinem Rückblick. Beispiele dafür seien der «lange ersehnte» Spatenstich für den Neubau der Illerbrücke zwischen Lautrach und Illerbeuren, die beschlossene Erweiterung des Rupert-Neß-Gymnasiums in Ottobeuren und der neue, hochmoderne Herzkathetermessplatz für die Unterallgäuer Kreiskliniken gewesen.

Wirtschaftskrise: «Trotz aller Meilensteine war 2009 kein einfaches Jahr für den Landkreis Unterallgäu», erklärt Weirather. «Wir mussten Entscheidungen treffen, die schmerzten und standen vor großen Herausforderungen.» So habe die weltweite Finanzkrise auch die Region getroffen. Viele Firmenmitarbeiter waren oder sind noch immer in Kurzarbeit. Dennoch könne sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zu anderen Landkreisen noch immer sehen lassen - auch wenn jeder Arbeitslose ein Mensch ohne Arbeit zu viel sei.

Kreiskliniken: Um die Krankenhäuser auch wirtschaftlich fit für die Zukunft zu machen, habe der Klinik-Verwaltungsrat Anfang dieses Jahres eine umfassende Geschäftsstrategie beschlossen. Kernpunkte dieser Strategie seien die Schlagworte «Spezialisierung» und «Kooperation», die man nun mit Leben erfülle.

Radwege: Ein wichtiger Baustein sei die inzwischen so gut wie abgeschlossene neue Radwegbeschilderung. Die weiß-grünen Schilder würden im ganzen Landkreis über reizvolle Radstrecken informieren. Auch bei den Radwegen selbst habe sich in diesem Jahr einiges getan: «Ich habe mich sehr darüber gefreut, erst vor wenigen Wochen den neuen Bahnradweg entlang der ehemaligen Bahnlinie zwischen Ottobeuren und Westerheim mit vielen begeisterten Bürgern gemeinsam zu eröffnen», sagt Weirather.

Illerbrücke: Nach jahrelangen schwierigen Verhandlungen sei in diesem Jahr mit dem Spatenstich der Startschuss zum Neubau eines weiteren wichtigen Brückenprojekts gefallen.

In spätestens eineinhalb Jahren soll die marode, alte Illerbrücke zwischen Lautrach und Illerbeuren ausgedient haben und eine neue Brücke wenige 100 Meter weiter eingeweiht werden.

Seniorenpolitik: Über 100 Menschen hätten sich im vergangenen Jahr mit viel Engagement an der Erarbeitung des neuen seniorenpolitischen Gesamtkonzepts beteiligt. Aus den vielen Ideen sei «eine wichtige Handreichung entstanden, die wir in den kommenden Jahren umsetzen werden, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass jeder sein Leben im Alter so gestalten kann, wie er selbst es möchte». Ein erster wichtiger Schritt sei die Bestellung einer ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten für den Landkreis gewesen.

Gymnasium: Seit Monaten werde im und um das Ottobeurer Schulzentrum mit Hochdruck gearbeitet, damit dort im Jahr 2012 erstmals das Abitur abgelegt werden kann. Die Entscheidung, das Rupert-Neß-Gymnasium auszubauen, werde die Kreiskasse zwar belasten, «aber für den Schulstandort Ottobeuren war sie wichtig und richtig».

Hauptschulen: Großen Herausforderungen müssten sich die Hauptschulen stellen. Um alle Standorte im Landkreis auf Dauer erhalten zu können, werde derzeit in den Gemeinden an der Weiterentwicklung der Haupt- zu Mittelschulen gearbeitet.

Landwirtschaft: Nachdenklich stimme ihn die Lage der Bauern aufgrund des Milchpreisverfalls. «Es war schlimm zu sehen, wie Landwirte in ihrer Verzweiflung das einst wertvolle Lebensmittel Milch in Güllefässern auf die Felder ausbrachten.» Als Landkreis sei man zwar nicht in der Lage, die Bauern zu retten, aber mit seinem Verhalten könne jeder Verbraucher seine Solidarität unter Beweis stellen.

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