Weiler-Simmerberg
Wer liefert künftig den Strom?

Stecker in die Steckdose, Anschaltknopf drücken - und schon funktionieren Fernseher, Stereoanlage und Küchengeräte. Bisher haben die Vorarlberger Kraftwerke (VKW) dafür gesorgt, dass die Bürger von Weiler-Simmerberg ausreichend mit Strom versorgt werden. Im November 2011 läuft der Konzessionsvertrag zwischen der Marktgemeinde und dem österreichischen Energiekonzern aus. Noch ist offen, wer künftig für den Strom sorgen wird. Die Gemeinde hat die Vergabe öffentlich im Bundesanzeiger ausgeschrieben. Bis Ende April 2010 können sich Interessenten bewerben - und um später alle Trümpfe in der Hand zu halten, wird sich die Marktgemeinde selbst darum bewerben. «Ein strategischer Schritt», sagt Bürgermeister Karl-Heinz Rudolph über den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates.

Wie Rudolph auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte, hat das einen ganz einfachen Hintergrund: Wenn es gar keinen Bewerber auf die Ausschreibung gebe, dann würde sich der alte Vertrag automatisch verlängern - und zwar um weitere 20 Jahre. Wenn sich die Gemeinde allerdings selbst bewirbt (und sich selbst den Zuschlag gibt), dann kann sie in aller Ruhe mit möglichen Interessenten verhandeln. Rudolph geht es vor allem um die «Versorgungssicherheit» in der 6600 Einwohner zählenden Gemeinde. «Strom wird der Energieträger der Zukunft werden - noch vor Gas und Öl», glaubt der Gemeindechef.

Doch nicht nur die Stromversorgung sei wichtig, sondern beispielsweise auch die Versorgung mit DSL (Breitband-Internetzugang) müsse gewährleistet sein. Um dies zu unterstützen, schlug Gemeinderat Walter Maulhardt (Freie Wähler) vor, dass doch künftig in Baugebieten oder bei Straßensanierungen vorsorglich Leerrohre in den Boden gelassen werden sollten. Dies sei eine gute und günstige Vorleistung, um Kabel verlegen zu können. «Ein Leerrohr kostet 50 Cent pro Meter», fügte er an.

«Gute Erfahrungen gemacht»

Bruno Bernhard (CSU) gab zu bedenken, man solle den bisherigen Stromlieferanten bei den anstehenden Verhandlungen nicht ausgrenzen. «Wir haben gute Erfahrungen mit der VKW gemacht», findet der Gemeinderat.

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