Nesselwang
Wer braucht das mobile Internet in Nesselwang?

Mit dem Bedarf begründet der Mobilfunkanbieter T-Mobile, dass er den umstrittenen Sendemast an der Nesselwanger Poststraße für den UMTS-Standard aufrüsten will. Doch wie groß ist der Bedarf wirklich? Diese Frage will die Bürgerwerkstätte Mobilfunk mit einer Umfrage klären. Sie verteilt ein Faltblatt an alle Haushalte der Marktgemeinde. Der anonyme Fragebogen ist so gestaltet, dass alle in einem Haushalt lebenden Personen mit ihrer individuellen Meinung berücksichtigt werden können.

Vom morgigen Donnerstag bis zum 2. Dezember können die ausgefüllten Fragebögen in Behälter in der Kurapotheke, der Lindenapotheke und im Kindergarten beziehungsweise den Briefkasten am Haupteingang des Rathauses eingeworfen werden. Die Bürgerwerkstätte hofft auf eine rege Teilnahme und ein entsprechend repräsentatives Ergebnis.

Anlass für die Umfrage ist die Ankündigung von T-Mobile, den Fernmeldeturm in der Poststraße mit UMTS aufzurüsten. Die Bürgerwerkstatt Mobilfunk sieht darin einen weiteren Verstoß gegen den Umweltpakt. Darin hätten sich die Betreiber verpflichtet, keine Sendeanlagen in der Nähe sensibler Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altersheime und Krankenhäuser zu errichten. Tatsächlich liege der Fernmeldeturm unmittelbar neben der Schule und ganz in der Nähe des Kindergartens.

Die geplante Aufrüstung dieses Senders begründet T-Mobile mit dem Bedarf für einen UMTS-Sender für den Ortsbereich. Dieser lasse sich auch nur schwer vom im Mobilfunkgutachten vorgeschlagenen alternativen Standort an der Mittelstation der Alpspitzbahn abdecken, hatte ein Vertreter des Unternehmens bereits im Juli in einer Sitzung des Marktgemeinderats erklärt.

Die Bürgerwerkstätte Mobilfunk bezweifelt dagegen den Bedarf an einem UMTS-Angebot in Nesselwang. Sie vermutet vielmehr, dass die Mobilfunkanbieter versuchen, neue Kundenkreise und Geschäftsfelder zu erschließen, um die hohen Lizenzgebühren für die UMTS-Frequenzen wieder einzuspielen.

Das ursprünglich anvisierte Geschäft mit Unternehmen sei weggebrochen, weil sich diese aus Gründen der Abhörsicherheit und der Kapazität der leitungsgebundenen Übertragung durch Glasfaserkabel zugewandt hätten.

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