Lindenberg / Westallgäu
Wer Böller schmuggelt, riskiert eine Geldstrafe

Wer Böller aus Österreich nach Deutschland einführt und dabei erwischt wird, dem drohen empfindliche Strafen. Auch heuer haben Beamte der Polizei Lindenberg im Grenzgebiet bereits zwei Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz festgestellt und eine Anzeige gegen die betreffenden Personen eingeleitet.

Bei einer Verkehrskontrolle haben die Polizisten in den Fahrzeugen von Westallgäuern Kracher sichergestellt, die aus Österreich stammen und in der Bundesrepublik nicht zugelassen sind. Ihnen fehlt die amtliche Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM), deren Siegel die Silvesterböller hierzulande tragen müssen. Grund dafür ist in erster Linie der Sicherheitsaspekt: «Die Böller besitzen unterschiedliche Sprengmengen. In Österreich wird mehr Schwarzpulver beigemischt, außerdem ist die Lunte kürzer», sagt der Lindenberger Polizeichef Alexander Pfaff. Noch «schärfer» sind beispielsweise Böller aus Tschechien, die laut Pfaff eine «noch höhere Sprengkraft» besitzen und in Deutschland ebenfalls verboten sind.

Weitere Kontrollen angekündigt

Laut Pfaff werden Jahr für Jahr immer wieder Personen erwischt, die verbotene Böller aus dem Nachbarland mit sich führen - teils beispielsweise raffiniert versteckt im Reserverad oder in der Seitenverkleidung. Je nach Art und Menge der pyrotechnischen Gegenstände drohen sowohl den Importeuren als auch den Besitzern hohe Strafen. Das kann von einer empfindlichen Geldbuße sogar bis zu einer Gefängnisstrafe reichen, da es sich um Verstöße gegen das Sprengstoffrecht handelt, wenn das BAM-Siegel fehlt. Die Feuerwerkskörper werden in mehrere Klassen unterschieden. Teils ist dafür ein Mindestalter (18 oder 21 Jahre) erforderlich, teils benötigt der Besitzer sogar eine spezielle Lizenz.

Die Polizei hat angekündigt, im Grenzgebiet in diesen Tagen weitere gezielte Fahrzeugkontrollen nach verbotenen Krachern oder sonstigen pyrotechnischen Gegenständen (zum Beispiel selbst gebastelte Böller) durchzuführen.

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