Kempten
Weniger Knaller, mehr Leucht-Spektakel

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Es zischt und knallt, Funken regnen vom Himmel und Feuerfontänen erleuchten den Boden - morgen ist wieder Sylvester. Seit gestern gibt es auch in Kempten wieder Feuerwerk aller Art zu kaufen. Dabei liegt der Trend heuer bei Effektbatterien, die einmal angezündet werden und dann ein farbenfrohes Spektakel bieten. Rettungsdienste warnen jedoch auch vor Gefahren, die von den Krachern ausgehen.

l Das Angebot: Hier haben Freundes pyrotechnischen Spaßes eine Riesenauswahl. Klassiker sind Chinaböller und Raketen. Neu ist beispielsweise die Batterie «Jupiter»: Mit einem Mal anzünden werden gleich 92 Schuss mit bunten Effekten ausgelöst. 85 Sekunden lang soll das bis zu 35 Meter hohe Feuerwerk dabei brennen. Wer von allem etwas haben will, kann sich verschiedene Sortimente mit Raketen, Knallern und Fontänen kaufen. Im Gegensatz zu diesen Knallkörpern der sogenannten Klasse II gibt es auch Jugendfeuerwerk. Dieses dürfen auch junge Leute unter 18 Jahren während des ganzen Jahres kaufen.

l Was am beliebtesten ist: «Der eindeutige Trend geht zum Verbundfeuerwerk», sagt Gerhard Bohlinger, Inhaber des gleichnamigen Geschäfts. Außerdem sei der Knall immer weniger, der Leuchteffekt dafür immer mehr gefragt. Das bestätigen auch Müller-Filialleiterin Gaby Berger und ihre Angestellte Claudia Seel. Außerdem würden viele große Raketen über den Ladentisch gehen. «Die sollen ja was hermachen», meint Berger.

l Die Preise: Das Böllern ist teurer geworden. Das hat laut Bohlinger vor allem zwei Gründe: China, der führende Feuerwerkshersteller, habe die Preise hochgeschraubt. Außerdem seien die Sicherheitsbestimmungen verschärft worden. Dadurch würden die Produktionskosten steigen.

l Was die Kunden kaufen: «Wir holen die dicken Dinger», bekennen Thomas und Matthias Lauterbach. Die beiden Brüder haben die vergangenen drei Jahre mit ihrer Familie in Mexiko City gelebt. Dort ist Feuerwerk für Privatleute verboten, erläutern die Anfang-Zwanzigjährigen. Morgen wollen sie zum Jahreswechsel endlich mal wieder Krach machen. «Nur eine Packung Raketen» wollen dagegen die 16-jährige Katharina und ihr Vater aus Betzigau kaufen. Das reiche ihnen. Außerdem sei es nicht so gefährlich und laut wie Böller.

l Worauf zu achten ist: Laut Johannitern, Polizei und Feuerwehr ist beim Feuerwerk Vorsicht geboten. Besonders häufig gebe es Verletzungen an Augen, Ohren und Händen. Feuerwehrsprecher Lorenz Mayerlen betont, dass beim Anzünden Sicherheitsabstand zum Feuerwerkskörper und zu brennbaren Materialien gewahrt werden soll.

Außerdem lautet sein Appell, auch in der Nacht zum Jahreswechsel alle Rettungswege frei zu halten. Die Polizei warnt indes davor, illegale Kracher zu kaufen.

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