Weitnauer wünschen sich größeren Supermarkt

Weitnau (mm). - Wenn sie auch nur kleinerer Natur sind - derzeit drücken die Weitnauer Bürger so manche Probleme und tägliche Ärgernisse. Etwa, dass in einer 5000-Seelen-Gemeinde kein größerer Supermarkt vorhanden ist. So kaufen viele Weitnauer je nach Ortsteil entweder in Kempten, Immenstadt oder Isny ein. Das Geld solle doch im Dorf bleiben, zudem bräuchten ältere und behinderte Mitbürger einen gut sortierten Supermarkt vor Ort, wurde bei der Bürgerversammlung moniert. Gerade im Ortsteil Weitnau fehle ein leistungsfähiger Supermarkt oder ein Lebensmitteldiscounter, hieß es weiter. Dies würden auch die vielen Touristen und Gäste reklamieren, die in der Sommer- und Wintersaison in Weitnau Urlaub machen. Ein weiterer 'Aufreger': Die Verengung der Ortseinfahrt im Westen. Durch die provisorisch verlegten Buchten am Ortseingang Ritzen komme es immer wieder zu Beinahe-Zusammenstößen. Hier forderten die Bürger eine optisch und verkehrstechnisch bessere Lösung. Kritik wurde zudem am Informationsblatt 'Unsere Bergstätten' laut, in dem Gemeinde und Verwaltungsgemeinschaft ihre Bekanntmachungen veröffentlichen. Inzwischen abonnierten immer weniger Familien dieses Blatt, gaben Bürger in der Versammlung zu bedenken. Rathauschef Peter Freytag erläuterte Planungen, um dieses Problem abzustellen. 'Das bedeutet aber erhebliche Ausgaben', gab er zu bedenken. Weitere Fragen stellten die Bürger zum privaten Wasserrecht, einem geplanten Wohn- und Geschäftshaus in der Kulmuswiese, einem Zebrastreifen über die Weitnauer Ortsdurchfahrt sowie einem Buswartehäuschen am Herdebuchweg. Bürgermeister Peter Freytag hatte zuvor einen umfassenden Überblick über die Arbeit des Weitnauer Gemeinderats und der Verwaltung gegeben. Er bedauerte, dass der 'Bürgerbrief' 2003 aus Kostengründen nicht erschien. Ein großes Lob spendete Freytag den Verantwortlichen der Argentallift Gb R, die mit dem Neubau des Skilifts (wir berichteten) ein attraktives Angebot für Einheimische und Touristen gemacht hätten.

Ziel: EU-Mittel für Hirnbeinweg Im Sommer sei der Hirnbeinweg noch immer ein 'Renner'. Er solle mit Mitteln des EU-Programms 'Leader Plus' weiter verbessert werden. Kostensteigerungen im Kindergarten und sinkende Staatszuschüsse, das neue Feuerwehrfahrzeug, der teure Winterdienst und das neue Baugebiet Weitnau-Ost sprach Freytag ebenfalls an. Zudem verwies er auf die vorbildlich betreute Gemeindebibliothek, die unter Regie von Elisabeth Höß 28 000 Ausleihen pro Jahr verzeichnet habe.

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