Weitnau
Weitnau: «2010 finanziell gesichert»

Das kommende Jahr ist finanziell einigermaßen gesichert - so lautet die zentrale Botschaft des Weitnauer Bürgermeisters Alexander Streicher und seines Kämmerers Michael Lange. Sie haben jetzt dem Gemeinderat der finanzschwachen Kommune den Haushaltsentwurf für 2010 vorgestellt.

Ein Knackpunkt des Entwurfs ist, dass nach der Kalkulation noch knapp 20000 Euro im Verwaltungshaushalt (für laufende Kosten) fehlen. «Die müssen wir noch irgendwo herkriegen», betonte Lange. Einen Kredit kann der Markt im nächsten Jahr ausnahmsweise aufnehmen: 350000 Euro für das Prozessleitsystem der Wasserversorgung. Das ist nur möglich, weil die Kosten dafür durch den Wasserpreis an den Verbraucher weitergegeben werden (wir berichteten). Außerdem sollen 15000 Euro in eine außerordentliche Tilgung fließen. Diese Summe will die Kommune durch ihre neue Straßenbeleuchtung einsparen. Auf der Wunschliste des Gemeinderats steht auch ein neues Feuerwehr-Fahrzeug. 25000 Euro sollen dafür ab 2010 jährlich zurückgelegt werden.

Kein Geld mehr in die Hand nehmen muss Weitnau für den Geh- und Radweg zwischen Wilhams und Sibratshofen. «Der wird heuer fertig», erläuterte Lange. Auf der Ausgabenseite könnte sich noch etwas anderes niederschlagen: Mit bis zu 10000 Euro will die Gemeinde junge Familien fördern, die ein Grundstück kaufen.

Allerdings gibt es auch dringende Maßnahmen, die noch nicht im Investitionsprogramm enthalten sind. Dazu zählen etwa verschiedene Ausgaben für die Feuerwehr wie ein neues Versorgungs-Fahrzeug oder Atemschutzgeräte. Gelder wünschen sich auch die Kindergärten in Weitnau und Kleinweiler. Sie wollen ihre, zum Teil bereits über 30 Jahre alte Ausstattung erneuern.

Fraglich bleibt auch, was mit dem Freibad in Seltmans passiert. Dort müsste das Filtermaterial für rund 10000 Euro ausgetauscht werden. Weil das Bad aber ein ständiges Draufzahlgeschäft ist, hatten die Räte schon darüber diskutiert, es zu schließen. Laut Streicher wird aber auch darüber gesprochen, einen Förderverein zu gründen. «Im Frühjahr müssen wir uns überlegen, was mit dem Freibad passieren soll», betonte der Rathauschef. Ebenfalls noch nicht ganz vom Tisch ist der Bau eines Hochbehälters in Sibratshofen. Dadurch könnten Stromkosten gespart werden, die momentan bei den Wasserpumpen anfallen.

Gleich abgeschminkt haben sich die meisten Räte die Idee, den Bau einer Mountainbike-Strecke am Hauchenberg zu bezuschussen. Dafür waren ursprünglich 9000 Euro angedacht.

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