Sonthofen
«Weils Spaß macht und alle hier sind»

Weils Spaß macht und alle hier sind», sagt Julia kurz und bündig. Andere Jugendliche auf den bequemen Sofas nicken. «Unsere ganzen Freunde sind da», bestätigt Natalie (14). Und Steffi (16) ergänzt: «Früher trafen wir uns vor der Markthalle, jetzt lieber hier.» Prägnanter lässt sich kaum ausdrücken, warum das Sonthofer Jugendhaus «Café Knall» weiter hoch im Kurs steht. Dass der Treff spitze läuft, berichteten unlängst im Sozialausschuss der Stadt die Leiterinnen Erika Herz und Rabea Schwarz.

Ihnen zur Hand geht «Zivi» Veit Weichbrodt, hat Freude an der Beschäftigung mit Jugendlichen. Der 20-jährige Koch möchte nach dem Zivildienst im Jugendhaus das Abitur nachholen und studieren, um später als «Streetworker den Kids von der Straße» zu helfen. - Reges Treiben herrscht im Café Knall schon ab 12.30 Uhr, wenn sich bis zu 70 Schüler des benachbarten Gymnasiums eine Auszeit gönnen oder mit Spielen die Zeit vertreiben. Andere kommen vor der Mittagsbetreuung auf einen Sprung vorbei oder nach der Hausaufgabenzeit.

Seit Herbst hat eine neue Gruppe das «Café Knall» für sich entdeckt. Vorwiegend Haupt- und Förderschüler trudeln nach und nach ab 15 Uhr ein. Über 50 Köpfe zähle die Clique insgesamt, weiß Steffi und freut sich, dass es im Jugendhaus wärmer ist als vor der Markthalle.

Toll finden Erika Herz und Rabea Schwarz, dass die neue Gruppe «von Beginn an» alle jugendkulturellen Angebote wahrgenommen habe. Ziel sei es, die verschiedenen Freundeskreise in Gemeinschaftsaktionen einzubinden. Daher seien wöchentliche Spiel- und Sportturniere pädagogisch sehr wichtig. Auch die Sportgruppe (montags) finde viel Anklang. Zugleich ist das Jugendhaus beispielsweise Ort für Schülerpartys oder Proben der Theatergruppe des Gymnasiums.

Eigene Kletterwand geplant

Wie gehabt sind Jugendliche gefordert, sich selbst einzubringen: Neun helfen im «Jugendhausrat» bei der Organisation und entscheiden, was mit Einnahmen aus dem Thekenbetrieb und dem Billardtisch geschieht. Denn trotz supergünstiger Preise bleibt etwas hängen. Geld, das auch für eine neue Tischtennisplatte diente. Als Nächstes baut das Jugendhaus nun eine Kletterwand.

Die Jugend nimmt die Angebote gerne an. «Ich bin fast täglich hier» sagt zum Beispiel Timo (16), der im Café Knall begeistert kickert und Billard spielt. «Freunde treffen und Spaß haben», auf die Formel bringt es Marcel (13) und genießt, dass man sich im Jugendhaus «nicht wie in der Schule voll benehmen muss». Dennoch bleiben für einige noch Wünsche offen: etwa, dass das Jugendhaus länger öffnen sollte, auch am Wochenende.

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