Allgäu
Weihnachtsgeschäft läuft besser als im Vorjahr

Lindenberg/Weiler-Simmerberg Neun Tage noch, dann sollten alle Geschenke besorgt sein: In Sachen Weihnachtsgeschäft hat in den Läden inzwischen die heiße Phase begonnen. Und es läuft zum großen Teil «besser als im Vorjahr», sagen einige Geschäfte, die die Heimatzeitung befragt hat. Was den Inhabern und Geschäftsleitern allerdings aufgefallen ist: Die meisten Kunden informieren sich mehr, bevor sie etwas kaufen.

Umsätze ziehen an

«Es wird mehr hinterfragt und verhandelt», hat Michael Harrer beobachtet. Insgesamt ist der Geschäftsführer von Neha-Hifi in Weiler-Simmerberg mit dem Weihnachtsgeschäft heuer «sehr zufrieden»: Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Umsätze angezogen. Die Renner in seinem Laden sind vor allem Flachbildschirme und Notebooks («Die gehen wirklich sehr gut»). Weniger gefragt seien klassische Audio-Hifi-Geräte.

«Viel zu tun» und «jeden Tag den Laden voll» hat derzeit Heinz Deuring, Geschäftsführer von Spielwaren Deuring in Lindenberg: «Manche Kunden kaufen eher verhalten ein, andere dagegen relativ viel.» Bevor sie aber die Kaufentscheidung fällen, würden viele Kunden häufiger nachfragen. Bei den Spielsachen stünden heuer besonders Autobahnen, Lego, Playmobil und Lernspielzeug ganz oben auf den Wunschlisten der Kinder.

Puppen dagegen eher weiter unten.

Strick-Jäckchen liegen im Trend

«Sehr zufrieden» mit dem Weihnachtsgeschäft ist auch Andrea Schuler-Vinyarszky, Inhaberin des Lindenberger Modehauses Otto Bauer. Richtig los gegangen ist es in ihrem Geschäft «Mitte vergangener Woche». Gut zwei Wochen vor Heiligabend sei das in der Regel immer der Fall. Bei Textilien allerdings falle die Kaufentscheidung der Kunden - im Gegensatz zu anderen Branchen - «eher spontan». Denn: Mode müsse schließlich passen und gefallen. Besonders im Trend seien heuer Strick-Jäckchen, Westen und Herren-Hemden, dicke Daunenjacken hingegen weniger.

Kunden achten auf Qualität

Auch Gisela Schwarz kann nicht über das Weihnachtsgeschäft klagen. «Die Leute kaufen vor allem hochwertige Sachen», ist der Inhaberin des Kronenhauses in Lindenberg aufgefallen. In ihrem Laden, den es seit zwei Jahren gibt, stehen derzeit Geschirr, Geschenk- und Dekorations-Artikel sowie Skulpturen hoch im Kurs. Die ersten Weihnachtsgeschenke hat sie bereits im September verkauft, «wahrscheinlich weil Kunden damals Sonderangebote genutzt haben».

Was das Wetter mit den Umsätzen des Lindenberger Sporthauses Haisermann zu tun hat, erklärt Geschäftsführer Daniel Haisermann: «Wenn es schneit und kalt wird kaufen Kunden bedarfsorientiert ein.» So wie momentan verkaufe das Sporthaus vor allem Mützen und Handschuhe. Ebenfalls gut gingen beispielsweise Langlauf- und Alpinski sowie zugehörige Accessoires. Insgesamt ist Haisermann mit dem Weihnachtsgeschäft «zufrieden».

«Klare Preisvorstellung»

«Bei uns wird es ungefähr gleich bleiben», war von der Parfümerie Bingger-König in Lindenberg zu hören. Immer mehr Menschen würden nämlich Parfüms über den Internethandel bestellen. Wer im Geschäft vorbeischaut, habe allerdings eine «klare Preisvorstellung»: Heuer würden zwar mehr Produkte über den Ladentisch gehen, die aber weniger kosten. Richtig los mit dem Weihnachtsgeschäft gehe es in einer Parfümerie aber eh erst eine Woche vor Heiligabend: «Da kommen in der Regel viele Männer, die bis dahin noch immer kein Geschenk für ihre Herzdame gefunden haben.»

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