Buchloe
Weihnachtliche Freude ist «nicht selbstverständlich»

Es ist vielerorts gute Tradition, an Heiligabend die nächtliche Christmette zu besuchen. Wie in Buchloe, wo die Stadtpfarrkirche die vielen Gläubigen kaum noch fassen konnte. Dort bot sich ein Bild wie an Ostern: Man versammelte sich in der dunklen Kirche und eine große Schar von Ministranten trug das Licht zum Altar.

«Sein» Licht sollte weitergegeben werden als Zeichen des Friedens und als Hoffnung für die ganze Welt. Wie an Ostern spiele auch in der Nacht seiner Geburt das Licht eine «ganz zentrale Rolle», sagte Benefiziat Michael Zeitler, denn beide Feste gehörten zusammen.

Zeitler kündigte das Weihnachtsfest in althergebrachter Weise nach dem römischen Festkalender, dem Martyrologium, an: 2000 Jahre seit der Berufung Abrahams, 1030 Jahre seit der Salbung des Davids zum König und in der 194. Olympiade, da sandte Gott seinen Sohn.

Bild der perfekten Freude

Es sei schon interessant, was so alles auf Weihnachtskarten stehe: «Fröhliche Weihnachten» oder «Frohe Festtage». «Doch wie soll das gehen?», fragte Zeitler in seiner Predigt. Die Medien verbreiteten ein Bild der perfekten Freude und der perfekten Familie. Doch was ist mit dieser Freude, wenn finanzielle Sorgen drücken oder der Arzt eine niederschmetternde Diagnose gestellt hat? Nein, weihnachtliche Freude sei alles andere als selbstverständlich, so Zeitler.

«Fürchtet euch nicht», sage der Engel, denn «ich verkünde euch eine große Freude». Der Retter Jesus Christus sei für uns geboren und dieser schenke uns die Hoffnung, dass beispielsweise der Tod eines geliebten Menschen nicht das Ende sei. Immer dann, wenn wir die Tränen im Gesicht des Nächsten nicht stehen lassen, könnten wir selbst für andere «rettend wirken».

Dann habe uns die Botschaft des Weihnachtsengels erreicht.

Die feierliche musikalische Gestaltung der Mette oblag dem Kirchenchor unter Leitung von Kirchenmusiker Thorsten M. Schmehr. Sie klang mit dem «Weihnachts-Song schlechthin» aus: «Stille Nacht, heilige Nacht». Die Ministranten boten den Gläubigen noch Glühwein und Punsch an und wer wollte, konnte ein «Licht» an der Krippe des Jesuskindes entzünden und mit nach Hause nehmen.

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