Weichen für Liebherr-Erweiterung gestellt

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Kempten | sf | Sechs Jahre lang lag die Fläche des ehemaligen Röhrenwerks an der Kaufbeurer Straße in Kempten brach. Das soll sich jetzt ändern: Für die Erweiterung der Firma Liebherr-Verzahntechnik gaben Bauausschuss und Stadtrat grünes Licht dafür, den Bebauungsplan zu überarbeiten. Demnach soll auf dem Areal unterhalb des Feneparks die bestehende Produktionshalle um 160 Meter nach Norden ausgedehnt werden.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer und die Stadträte zeigten sich zuversichtlich. Und das obwohl die Verträge zwischen Liebherr und dem Grundstücksbesitzer noch nicht unter Dach und Fach sind. Die Geschäftsführung wollte mit Hinweis auf die laufenden Verhandlungen keine Stellungnahme abgeben.

Das Nachbargrundstück bietet sich für eine Erweiterung an. Denn nach dem Willen des Stadtrats soll dort vorwiegend produzierendes Gewerbe angesiedelt werden. So scheiterten immer wieder Versuche auf dem Gelände, das der Marktoberdorfer Bauunternehmer Hubert Schmid vor sechs Jahren erwarb, Einzelhandel unterzubringen: Ob Bau- oder Lebensmittelmarkt - die Stadträte lehnten ab. Erst als vergangenes Jahr eine Autoreparatur-Werkstatt ins Gespräch kam, gab es Zustimmung.

Neue Erschließungsstraße

Deshalb wurde für das Areal ein Bebauungsplan erstellt. Die Erschließungsstraße, der Holzbachweg, sollte an die Kaufbeurer Straße anbinden. Kommt es allerdings zur geplanten Erweiterung der großen Sheddach-Produktionshalle, würde der Neubau über den Holzbachweg führen, erläuterte Baureferentin Monika Beltinger. Dann muss für den westlichen Teil des Grundstücks eine neue Verbindung zur Dieselstraße in Höhe der Ursulasrieder Straße gebaut werden.

Dort gibt es allerdings ein Problem: Laut Beltinger würde die neue Straße teilweise über die alte Hausmülldeponie führen, die vor rund 20 Jahren geschlossen wurde. Die müsste wieder aufgebrochen werden. Wie groß der Mehraufwand ist, zeige sich erst bei genauer Prüfung. Der frühere Tiefbauamtsleiter, Stadtrat Bruno Steinmetz, glaubt aber, 'dass sich die Kosten in Grenzen halten, weil nur der Rand der Deponie betroffen ist'.

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