Wehmut ein Jahr nach Pfarrer Peter Mayrs Tod

Halblech-Berghof (ars). - Bei einer Gedenkmesse in der St.-Peter-Kapelle in Halblech-Berghof haben am Freitagabend mehr als 250 Besucher des ein Jahr zuvor am Geiselstein tödlich verunglückten Pfarrers Peter Mayr gedacht. Unter den Messebesuchern, die ergriffen den Worten von Stadtpfarrer Karl Rottach aus Schongau und den Liedern des Schongauer Bergsteiger-Chors und der Brüder Böck aus Weißensee lauschten, machte sich Wehmut breit. Auch die Musikkapelle 'Alpengruß' Buching, die manch trauriger Anlass, aber auch fröhliche Veranstaltungen mit Pfarrer Mayr verband, ehrte ihren Freund musikalisch. Eröffnet wurde die Gedenkmesse durch die Peitinger Alphornbläser, deren weichen Klänge weit hinüber zum Geiselstein schwangen. Der Schongauer Bergsteigerchor sang zum Gedenken an Pfarrer Mayr unter anderem aus der Waldlermesse das Kyrie, das Gloria und den Andachtsruf. Mit ihren schönen Stimmen sangen und jodelten die Brüder Böck aus Weißensee geistlich-alpenländische Lieder. Stadtpfarrer Rottach, der die Gedenkmesse zelebrierte, kannte Pfarrer Mayr schon als Student. In seiner Predigt wies er auf die schwarzen Wolken hin, die über dem Land und über den Bergen hingen, während gleichzeitig im Westen der helle sonnenbestrahlte Himmel leuchtete. Dabei erinnere der markante Gipfel des Geiselsteins an den 7. Juli 2003 mit der traurigen Nachricht, 'dass unser Freund und Bergkamerad Peter Mayr tödlich abgestürzt ist.' Das mache bewusst, dass eine Messfeier immer offen sei für beides, so Pfarrer Rottach: 'für all das Schöne, das Gott uns geschenkt hat, aber auch die Last und das Kreuz, das wir tragen müssen. Wir erinnern uns heute an einen Menschen, der uns ganz nahe stand. Einen mutigen Mensch und Seelsorger, der sich besonders für Gerechtigkeit und für die Armen eingesetzt hat.' Das habe er auch bewiesen, als er nach Brasilien ging als 'Padre Pedro' und später, als er die portugiesische Gemeinde in Augsburg betreute.

'Stehen auf steilem Fels' Der Vorsitzende der St.-Peter-Gelderstiftung, Stefan Grieser, erinnerte mit bewegten Worten an seinen Freund Peter Mayr, dem auch die St.-Peters-Kapelle eine Heimat war, wo er gerne die Messe las. Er dankte allen Mitwirkenden und dem Organisator und langjährigen Leiter des Bergsteiger Chors, Franz Wilde sowie Stadtpfarrer Karl Rottach für die tröstenden Worte. Auch allen Besuchern und den Vereinsabordnungen, die so die tiefe Verbundenheit zu Pfarrer Peter Mayr bekundeten. Zum Abschluss zitierte er einen der beliebtesten Sätze Peter Mayrs: 'Glaube ist wie stehen auf steilem Fels und schauen in weite Ferne.' Anschließend traf man sich im 'Gasthaus zur Frohen Aussicht' zum gemeinsamen Gespräch und Gesang.

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