Oberstaufen / Stiefenhofen
Weg nach Immenstadt zeichnet sich ab

In der Diskussion um die Zukunft der Hauptschulen zeichnet sich ein Verbund der Volksschule Oberstaufen mit der Hauptschule Immenstadt ab. Schulleiter Ludwig Keller machte in der Gemeinderatssitzung in Stiefenhofen aus dieser Einschätzung keinen Hehl. Gemeinsam mit der im Landkreis Lindau liegenden Gemeinde Stiefenhofen bildet Oberstaufen derzeit einen Schulverband. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

Die Gemeinde Stiefenhofen schickt ihre Hauptschüler derzeit nach Oberstaufen in die Hauptschule. Insgesamt besuchen derzeit 168 Schüler die Hauptschule Oberstaufen. «Viel zu wenig, um den Status einer Mittelschule allein zu erreichen», erläuterte Schulamtsdirektor Thomas Novy den Stiefenhofener Gemeinderäten. Zumal für die kommende Jahre stark sinkende Schülerzahlen prognostiziert werden. In fünf Jahren sollen es gerade noch 107 Schüler sein. Daher ist ein Verbund mit einer benachbarten Hauptschule unumgänglich. Wie mehrfach berichtet, kommt für Oberstaufen prinzipiell ein Verbund mit Lindenberg/Weiler oder mit Immenstadt in Frage.

Sowohl Lindenberg als auch Immenstadt haben im Gegensatz zu Oberstaufen genug Schüler, um alle geforderten Leistungen wie berufsorientierende Zweige für Technik, Wirtschaft und Soziales, einen M-Zug und eine Ganztagsklasse bieten zu können. Der Staufner Hauptschulleiter Ludwig Keller machte in der Gemeinderatssitzung keinen Hehl daraus, dass sich «der Weg nach Immenstadt abzeichnet». Nicht zuletzt die hervorragende Verkehrsanbindung über die Bahn sei ein Argument für diese Variante.

Genau dies wiederum ist für Stiefenhofen ein Argument gegen den Verbund mit Immenstadt. Denn an einem Tag in der Woche müssten somit auch die Schüler aus Stiefenhofen nach Immenstadt pendeln.

Bürgermeister Anton Wolf verwies jedoch auf die fehlende Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs in diese Richtung: «Und zusätzliche Busse stehen am Morgen nicht zur Verfügung». In Vorgesprächen hat sich daher eine zweite Variante herausgebildet: Stiefenhofen bleibt im Schulverband mit Oberstaufen, an einem Tag der Woche fahren die Schüler aber zum Unterricht in den berufsorientierenden Zweigen nach Lindenberg. «In diese Richtung besteht eine Busanbindung, mancher Schüler hat Geschwister, die dort die Realschule oder das Gymnasium besuchen», so Wolf. Diese Variante habe zwar den Nachteil, dass die Klassen an einem Tag auseinandergerissen werden, innerhalb der Zweige komme es aber ohnehin zu einer Durchmischung der Klassen. Betroffen wären Schüler ab der achten Klasse. «Wir tun alles, um einen möglichst ortsnahen Unterricht zu realisieren», versicherte Schulleiter Keller.

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