Wasser großes Thema

Friesenried (ofr). - Fast nur ums Wasser drehte sich die jüngste Sitzung des Friesenrieder Gemeinderates. Neben der Entscheidung, der Kooperation mit dem Wasserwerk Kaufbeuren beizutreten, wurde der Bau einer neuen Quellfassung für den Ortsteil Salenwang beschlossen. In Sachen Abwassergebühren können sich vor allem Häuslebesitzer über die Korrektur eines Rechenfehlers freuen - jetzt wird es für alle billiger. In der gemeindlichen Entwässerungssatzung, die den Abrechnungsmodus für die Abwassergebühren regelt, sind wahrscheinlich durch einen Übertragungsfehler zu niedrige Werte für die Grund- und Geschossflächen auf Friesenrieder Flur verwendet worden. Die 'Tippfehler' (so Bürgermeister Wolfgang Gerum) wurden im Landratsamt entdeckt und jetzt im Gemeinderat mit dem Beschluss einer neuen Satzung korrigiert. Für die Friesenrieder Bürger bringt die Neuberechnung eine Verringerung der Abwassergebühren mit sich. Spätestens seit dem Rekordsommer 2003 wissen die Salenwanger, dass ihre Trinkwasserversorgung bei längeren Trockenperioden in Schwierigkeit kommt. Die Quelle liefert nicht genügend frisches Nass, die Fassung und die Leitungen sind veraltet. Mit einer neuen Quellfassung soll das Problem nun aus der Welt geschafft werden. Die Kosten: rund 78000 Euro. Eine Spezialfirma hat bereits Probebohrungen an der Quelle vorgenommen, die mitten im Wald liegt. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, den Auftrag ohne weitere Ausschreibungen an das Dirlewanger Unternehmen zu vergeben. 'Die Zeit drängt', betonte Gerum, 'es muss etwas gemacht werden, bevor das Wasser knapp wird'. Die Bauarbeiten sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Ohne zusätzliches Fachpersonal und technische Spezialausrüstung können laut Bürgermeister Wolfgang Gerum die neuen Richtlinien zur Überwachung der Trinkwasserversorgung von kleineren Gemeinden nicht umgesetzt werden. Deshalb plädierte der Friesenrieder Gemeindechef erfolgreich für die Kooperation mit dem Kaufbeurer Wasserwerk. Für eine Monatspauschale von 350 Euro übernehmen künftig die Experten aus Kaufbeuren diese Aufgabe - vorerst für zwei Jahre. Neben Friesenried haben sich bislang Irsee, Pforzen, Baisweil und Rieden für die Zusammenarbeit mit dem Wasserwerk entschieden (AZ berichtete). Weitere Themen: Glasscherben im Sandkasten Mit viel Eigeninitiative haben die Eltern der Friesenrieder Kindergartenkinder die Außenanlagen der Einrichtung neu - und nach Meinung von Bürgermeister Gerum auch 'sehr attraktiv' gestaltet. Und das soll auch so bleiben. Deshalb rief Gerum alle Bürger dazu auf, ein wachsames Auge auf den Kindergarten-Spielplatz zu werfen, der offensichtlich von älteren Jugendlichen gern zum Treffpunkt umfunktioniert wird. Die Folgen: beschädigtes Spielgerät, Glasscherben und Zigarettenkippen im Sandkasten. Da in jüngster Zeit wiederholt Randale-Kids gehörige Sachschäden im Ort angerichtet haben (die Tribüne am Sportplatz wurde demoliert, Straßenpfähle ausgerissen) will die Gemeinde jetzt rigoroser gegen die zum Teil bekannten Rowdies vorgehen. Tempo 30 auf gesperrter Straße? Die Alte Steige zwischen Friesenried und Oberbeuren ist seit Jahren für den Durchgangsverkehr gesperrt. Nur Landwirte, Anlieger und deren Besucher dürfen die schmale und kurvige Straße benutzen - zumindest theoretisch. Darüber hinaus gilt ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern. Als fahrerisch anspruchsvolle 'Abkürzung' wird die Alte Steige aber trotzdem von so manchen Autolenker benutzt, wenn's grad pressiert und auf der neu ausgebauten Steige ein LKW dahinzuckelt. Nach Meinung einiger Gemeinderäte ist die Strecke 'unübersichtlich' bis 'gefährlich'. Dem Antrag eines Anwohners auf eine Tempo-Reduzierung auf 30 wollte das Gremium dennoch nicht stattgegeben. Zum einen wurde auf das bereits bestehende 50er-Limit hingewiesen, zum anderen würden auch die Anlieger selbst des Öfteren aufs Gas treten. Nun soll die Polizei auf das Problem aufmerksam gemacht werden.

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