Was der Altenheim-Platz mit dem Bauplatz Ludwigshöhe zu tun hat

Kempten (sf). - Geht der Verkauf von Grundstücken im Baugebiet Ludwigshöhe Nord gut, hat auch der Umbau der Seniorenbetreuung Altstadt weniger finanzielle Probleme. Das Bindeglied zwischen beiden ist eine der Stiftungen der Stadt. So greifen die Erträge aus den jeweiligen Stiftungsvermögen sozialen Einrichtungen unter die Arme, schaffen Plätze in Altenheimen, Jugendeinrichtungen und Kindergärten. Doch auch da ist mittlerweile Sparen und teilweise Schuldenmachen angesagt, wie Stiftungsamtsleiter Helmut Dreher im Finanzausschuss erläuterte. Zwölf Stiftungen verwaltet die Stadt Kempten direkt. Für weitere drei hat sie die Geschäftsführung - darunter die große Margaretha- und Josephinenstiftung, Trägerin des gleichnamigen Alten- und Pflegeheims. Aus dem Stiftungsvermögen der ersten zwölf rechnet Dreher heuer mit Erträgen von 814500 Euro, die in die jeweiligen Stiftungszwecke fließen. Wobei besonders die Erbbauzinsen zu Buche schlagen (518000 Euro). Vor allem drei Stiftungen tun sich heuer hervor: Protestantische Spitalstiftung: Sie ist die Trägerin der Seniorenbetreuung Altstadt und einer der großen Bauplatz-Anbieter auf der Ludwigshöhe Nord.

Nachdem dort anfangs der Verkauf erfolgreich war, stockte die Vergabe in den vergangenen Jahren - seitdem der Mader-Konkurs Probleme bei der Erschließung brachte. Die Folge für den 8,7 Millionen Euro teuren Umbau der Seniorenbetreuung: Es mussten zusätzlich Kredite aufgenommen werden, die den Schuldenstand der Stiftung auf 2,5 Millionen Euro hoch trieben. Die Schulden sollen aber bis 2007 um 1,38 Millionen abgebaut werden. Aus den Mitteln der Spitalstiftung wird zudem das Betriebsdefizit von 430000 Euro aufgefangen, das aus der schlechteren Belegung - bedingt durch den Umbau der Seniorenbetreuung - resultiert. Katholische Waisenhausstiftung: Sie ist Trägerin des Gerhardingerhauses und des Kindergartens St. Nikolaus. Zwar gibt es auch da Probleme - die Förderung der öffentlichen Kassen ist zurückgegangen - aber das Defizit dieser Einrichtungen in Höhe von insgesamt 292000 Euro kann durch die Erträge der Stiftung ausgeglichen werden. Protestantische Waisenhausstiftung: Deren Vermögen besteht in erster Linie aus dem Gebäude Kronenstraße 1, früher Sitz der städtischen Jugendpflege. Das Haus muss dringend saniert werden (wir berichteten). Geschätzte Kosten: 1,28 Millionen Euro. Ob die Sanierung noch heuer begonnen werden kann, ist aber fraglich. Das hängt davon ab, ob die eingeplanten Fördermittel des Landesjugendrings von 385000 Euro gesichert sind.

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