Was das neue Waffengesetz den Jägern auferlegt

Bernbeuren/Ostallgäu(ars). - Groß war das Interesse der Jäger der Kreisgruppe Füssen am ersten Jägerstammtisch im Jahr 2004. Im 'Waldort Gut Kinsegg' ließen sich über 40 Waidmänner von Waffenspezialist Andreas Jakele (Weitnau) über die wichtigsten Änderungen des neuen Waffengesetzes und seine Auswirkungen für die Jagdpraxis informieren. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Hermann Koch (Pfronten) referierte Andreas Jakele über die einzelnen Bestimmungen für den Waffenkauf und -verkauf, für das Führen der Waffen zum und im Revier. Auch das richtiges Aufbewahren von Lang-und Kurzwaffen in Stahl- Tresoren war ein Thema. Dasselbe galt für die verschärften Bestimmungen des Waffen-Transports innerhalb der EU. Hier muss der Jäger einen 'Feuerwaffenpass für die EU-Staaten beantragen', betonte Jakele. In der Diskussion wurde klar, dass manche wichtige Bestimmung vom Gesetzgeber nicht eindeutig aufgeführt wurde. So ist beispielsweise den Jägern nicht klar, warum zusätzliche 'Wechselläufe' nicht in die WBK (Waffenbesitzkarte) eingetragen sein müssen. 'Das kann bei Kontrollen durch die Polizei zu Irritationen führen', sagte ein Waidmann. Hier empfiehlt Andreas Jakele, auch die Wechselläufe eintragen zu lassen. Gemäß Gesetz muss der Besitzer seine Waffen im Tresor aufbewahren und den Tressorschlüssel sogar an einem selbst für seine Ehefrau und seine Kinder geheimen Ort deponieren. Neu ist auch, dass beim Waffentransport ins Revier der Jäger seinen Ausweis, seine Waffenbesitzkarte und den Jahresjagdschein dabei haben muss. Außerdem darf die Waffe nur entladen in einem Futteral mitgeführt werden. Was passiert bei Waffenerwerb durch Todesfall ? 'Dann muss der Erbe die geerbten Waffen in der WBK umschreiben lassen. Er darf sie zwar aufbewahren, aber nicht führen', erklärte Jakele. Hermann Koch aus Pfronten, der Vorsitzende der Kreisgruppe, dankte dem Redner 'für die interessanten Ausführungen, die doch etwas Licht in die verschiedenen Paragraphen brachten'.

Hegeschau Ende März Wie Koch bei dieser Zusammenkunft mitteilte, findet die Hegeschau am 27./28. März im Kurhaus in Schwangau statt. Als Gastredner wurde der Präsident des BJV, Dr. Jürgen Vocke, gewonnen. Für den nächsten Jägerstammtisch wird versucht, einen Besichtigungs-Termin bei einer Jagdwaffenfabrik in Isny zu bekommen. Schießobmann Lothar Hausmann appellierte an die Mitglieder, künftig zahlreicher zum 'Jagdschießen' zu kommen. Hundeobmann Hubert Blochum versucht in diesem Jahr wieder eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde durchführen zu können. Möglicher Termin: eventuell im Juni/Juli. Anmeldungen können ab sofort bis März/April erfolgen.

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