Eisenberg-Speiden
Warum die Eisenberger so schön sind

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Das übertraf selbst hohe Erwartungen: Mit professioneller Lockerheit aller Darsteller und versiertem Technikeinsatz tauchten die Eisenberger Kistenkramer die Premieren-Besucher in eine heitere und mitreißende Atmosphäre. Dem anfänglichen Rat von Silvia Müller, das Leben nicht allzu ernst zu nehmen und öfter herzhaft zu lachen, konnten sich die Zuschauer in der voll besetzten Halle nicht entziehen: Die Gags des mehrstündigen Spaß-Feuerwerks waren stets heiter und stilvoll.

Schon der Auftakt, «Wenn gohts denn a?» (der Theaterbesuch einer selbstbewussten Dame und eines heiß verliebten «werdenden Vaters») kitzelte die Lachmuskeln. Nun merkten auch die letzten, dass «es scho agange isch» - zumal sich auch das lässige Moderatorenduo Maria und Margot Hellwig (alias Edith und Georg Guggemos) vorstellte. Hier faszinierte besonders Edith Guggemos durch ihre herzhafte, enorm wandlungsfähige Art.

Verblichener Weltstar

Mit fantastischen Tanzeinlagen und dem Auftritt eines verblichenen Weltstars mit dem jungen Kistenkramerballett wurde der Geschmack des Publikums mit graziösen Bewegungen und viel Schwung voll getroffen.

Dass es der Eisenberger Gemeinderat inzwischen geschafft hat, vor Ort einen eigenen Flughafen zu errichten, fand stürmischen Applaus. Denn bei diesem Auftritt wurde auch der unterschiedliche Flugservice von Business- und Zweiter Klasse entlarvt.

Auch die fast schon «hoimelige» Darbietung der jungen Kistenkramer mit Kuhschellen und Trachtlern stieß auf stürmischen Beifall - ebenso die zwei «Loshoerete» (Schwerhörige), treffend dargestellt von Martin Kössel und Klement Nigg. Ein bayerischer Holzschuhtanz, im Schein von imposantem Schwarzlicht, beschloss Teil eins der kurzweiligen Darbietungen.

Gemeindepolitik und Vorfälle in der Region - tierisch und amüsant - wurden danach unter Gitarrenbegleitung von Peter Grössl aufs Korn genommen. Hier war etwa zu erfahren, dass Bürgermeister Alfons Stapf im Zuge der Dorferneuerung bereits in Jordanien Pläne für ein Ruinendorf Eisenberg eingeholt hat, wenn bald wegen des Milchpreisverfalles die Region zur Wüste geworden ist.

Für Lacher sorgte auch die Ankündigung, dass die Pfarrei demnächst einen eigenen, aus Eisenberg stammenden Bischof Josef bekommen wird. Eine weitere Tanzgruppe überzeugte die Besucher mit dem Schwanensee-Ballett und einer hinreißenden Prima Ballerina (Stefan Kurrle). Mit großem computertechnischem Aufwand waren TV-Moderator Günther Jauch und seine Millionenshow zu Gast. Hier holte Moderator Wolfgang Martin namhafte Persönlichkeiten auf die Bühne.

Andreas Vogler war einer der Erwählten, der dabei örtliche Fragen beantworten durfte. Bei dem kniffelig arrangierten Spiel sprangen am Ende 100 Euro für die Jugendarbeit der Musikkapelle heraus.

Ein absoluter Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Klement Nigg als «Schönheitskönigin von Schneitzelreuth». Hier überzeugte der «Hausi» der Grundschule mit Livegesang, unübertrefflicher Komik und «Kwetschenbegleitung» von Markus Lory voll. Da immer wieder Zugaben gefordert wurden, zog sich die Playback-Show bis kurz vor Mitternacht hin. Und da das Lachen, wie Moderatorin Margot Hellwig anmerkte, besonders schön macht, gibt es in und um Eisenberg ab sofort nur noch wunderschöne Menschen.

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