Beschluss
Waltenhofen bekommt einen neuen Kindergarten

Pia Bruckner vom Elternbeirat des Waltenhofener Kindergartens zeigt sich nach der Sitzung des Gemeinderats überrascht: «Wir Eltern sind immer von einer Sanierung des Kindergartens ausgegangen. Jetzt kommt ein Neubau. Und was wird mit der Krippe?» fragt die junge Mutter, die während der Sitzung auf diese Frage keine schlüssige Antwort bekam. <%IMG ID='405035' align='right'%>

Grundsätzlich für einen Neubau entschieden sich die Räte, nachdem ihnen Architekt Sebastian Geiger Kostenaufstellungen für eine Generalsanierung und auch einen Neubau gegenübergestellt hatte. Der Unterschied (mögliche Zuschüsse von Land und Bund sind bereits abgezogen): 950000 Euro (Sanierung), 1,2 Millionen (Neubau).

Als möglichen Bauplatz brachten die Gemeinderäte neben dem bisherigen Standort die Wiese südlich der Schule ins Gespräch, rund 200 Meter vom jetzigen Standort. Manko dort: Eine für die Gemeinde wichtige Telekomleitung verläuft im Erdreich. Ob ein Bau machbar wäre, muss noch geklärt werden.

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l Was sagen die Gemeinderäte? Rita Schösser und Boris Schuster (SPD) wollten vor einer Grundsatzentscheidung pro Neubau erst einmal offene Fragen klären lassen und dann in der nächsten Sitzung abstimmen. Schössers Antrag, die Entscheidung zu vertagen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Bürgermeister Eckhard Harscher wies unter anderem auf Probleme mit den Abwasserleitungen im Kindergarten hin. «Wir brauchen jetzt ein Votum, können nicht abwarten.» Ansonsten riskiere die Gemeinde auch, mögliche Zuschüsse (Konjunkturpaket II des Bundes) zu verlieren.

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Peter Nessler (Die Grünen) findet es zwar «haarsträubend», dass ein Haus wie der Kindergarten nach nur 39 Jahren abgerissen werden muss. Andererseits zwinge sich bei so einem geringen Kostenunterschied ein Neubau auf. Ein neues Gebäude würde den Kindergarten «enorm aufwerten», befand auch Karl Fischer (CSU). So könnten beispielsweise Heizkosten eingespart werden, indem man das Gebäude nach Süden ausrichte. Auch bestehe die Möglichkeit, «optimale Baustoffe einzusetzen», merkte Otto Hörmann (Freie Wähler) an.

Ein Neubau am gleichen Ort oder auf der Wiese vor der Schule stehen zur Debatte. Ein neuer Standort hätte den Vorteil, dass der jetzige Kindergarten während des Baus weiter genutzt werden könnte. Die Krippe (eine Gruppe im Kindergarten, es bestehe aber Bedarf an weiteren Plätzen) könnte dann vorübergehend ins nahe gelegene Schulgebäude ausgelagert werden.

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«Grundsätzlich sinnvoll»

l Was sagt die Kindergartenleiterin? Für Anna Fritz ist ein Neubau grundsätzlich sinnvoll, «um mehr Platz zu haben und dabei auch besser pädagogisch in Kleingruppen arbeiten zu können.» Kinderkrippe und Kindergarten gehören ihrer Meinung nach unter ein Dach. Ob das baulich machbar ist, war in der jüngsten Gemeinderatssitzung aber kein Thema.

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