Vorwitzige Hexe in Schwierigkeiten

Von Stefan Nowicki Immenstadt Es dürfte kaum Eltern geben, die sie nicht kennen und die nicht irgendwann einmal an dem Punkt waren, da sie den Einzug der Medien, speziell der Hörspiel-Cassetten in die Kinderzimmer bereuten. Die Kleinen hatten damit weitaus weniger Probleme, unermüdlich wurde ein und dieselbe Cassette immer wieder umgedreht und ständig schallte aus den Kinderzimmern Benjamin Blümchens Törööh! oder Bibi Blocksbergs Hex hex!Die kleine blonde Hexe Bibi schlug mit ihrem Besen namens Kartoffelbrei in die Kinderwelt ein wie eine Bombe. Eine weitere Heldin wie Pippi Langstrumpf, die selbstbewusst und frech die Welt der Erwachsenen ständig aufs Neue fordert. Die Hörspiele hatten soviel Erfolg, dass schon bald Comics und Bücher mit der Titelheldin erschienen. Sogar ein Kinofilm mit Katja Riemann als Hexenmutter wurde gedreht und nun hat das Cocomico-Theater Köln auch ein Musical mit der kleinen Hexe auf die Beine gestellt. Mit der Musik von Uwe Vogel, der auch Regie führte, und den Texten von Marcell Gödde, bringt das Kölner Ensemble ein flottes, abwechslungsreiches Kinder-Musiktheater auf die Bühne des Immenstädter Hofgartens, ganz nach Kindergeschmack mit viel Klamauk und Witz.

Bibi Blocksberg wird zuerst in ihrem Alltag gezeigt, der dem normaler Kinder sehr ähnelt. Auch sie hatte Probleme mit der Schule, und die Hexerei kann ihr da auch nicht immer helfen. In den Alltag bricht die Journalistin Karla Kolumna mit der Nachricht von skandalösen Immobilienplänen des Bürgermeisters ein. Natürlich mischt sich die vorwitzige Junghexe Bibi da ein, gerät in Schwierigkeiten, kann allerdings mit Hilfe ihrer Freundin, der punkigen Hexe Schubi, und ihrer Mutter alles wieder so hinbiegen oder besser gesagt -hexen, dass zuletzt alle zufrieden sind. Spannend und kurzweilig erzählt, mit netten eingängigen Melodien und Liedern gewürzt, war das Stück für die rund 300 Kinder im Immenstädter Hofgarten ein Riesen-Spaß. Schade nur, dass solche Produktionen heute nicht mehr ohne monströse Tontechnik auskommen und die Beschallung gerade beim Gesang mit sehr viel Hall und zu viel Lautstärke manchmal auch die Schmerzgrenze der Kinder überschritt. Doch amüsiert haben sich alle trotzdem.

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