Vorschlag: Markt und offene Läden am Sonntag

Nesselwang (lck). - Die Nesselwanger Märkte sollen künftig sonntags statt montags abgehalten werden, verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Das schlägt die Bürgerwerkstätte Einzelhandel vor. Der Marktgemeinderat will jedoch vor einer Änderung der Regelung die betroffenen Fieranten nach der Akzeptanz befragen. Neben dem Sonntagstermin und einer Steigerung auf vier Nesselwanger Jahrmärkte im Jahr wünschen sich die Einzelhändler eine Verlegung von der Poststraße in den Bereich Frühlingstraße/Rathausweg. Eine Änderung, die aus praktischen Gründen jedoch erst im kommenden Jahr greifen könnte. Anlass für die Änderungswünsche waren die guten Erfahrungen beim vierten verkaufsoffenen Sonntag zum Advent, der gemeinsam mit dem Andreasmarkt bei schönem Wetter guten Besucherzuspruch gebracht hatte. Die Gemeindeverwaltung legte dem Marktgemeinderat dazu eine Liste mit Vor- und Nachteilen einer möglichen Änderung vor, worin etwa eine Belebung des Einzelhandels sowie die Attraktivierung der Ortsmitte ohne Gewichtung hergehoben waren. Demgegenüber stehen mögliche Störungen der Feiertagsruhe, Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen im Markt und möglicherweise eine geringere Beteiligung, wenn die Anzahl der Markttage auf vier ausgeweitet wird. Diese Auflistung sei gut, lobte Gerhart Ott. Eine Stärkung des Einzelhandels sei sehr wünschenswert, aber seiner Meinung nach überwiegen die Nachteile. Sein Kompromissvorschlag: zwei Marktsonntage pro Jahr. Jürgen Heckmeier schlug die Rückfrage bei den Markthändlern vor, die später zum entsprechenden Beschluss führte. Von den Anliegern seien auf den vergangenen Andreasmarkt hin keine negativen Anmerkungen gekommen, gab Bürgermeister Josef Köberle auf Frage von Imelda Reinold Auskunft. 'Die Resonanz am Sonntag kann gar nicht geringer sein als am Montag', sagte Hans-Georg Allgaier, der insgesamt ein positives Signal von der Änderung erwartet. Edmund Martin pflichtete der Diskussion bei und fügte an, dass die angeführten Für- und Wider-Argumente bereits bei der Sitzung der Bürgerwerkstätte Anfang Dezember ausgiebig diskutiert worden seien. Die Markthändler seien im November sehr zufrieden gewesen und der Einzelhandel habe überlegt, wie man durch eine bereits entwickelte Institution Magnetwirkung entfalten und Käufer nach Nesselwang ziehen könne.

Lob für den Einzelhandel Darüber waren sich die Markträte insgesamt einig. 'Toll, dass der Einzelhandel versucht, etwas zu bewegen. Dem sollten wir keinen Stein in den Weg legen', freute sich etwa Andreas Tanner. Viele anderen Orte wären froh über die Tradition als Marktort, die es auszunutzen gelte, ergänzte Franz Erhart, worauf Bürgermeister Köberle bereits humorvoll verwiesen hatte. Jedoch müsse sich der Einzelhandel verpflichten, dann auch wirklich zu öffnen, damit es keine Eintagsfliege bleibe, meinte das Gemeindeoberhaupt. Deshalb sollen neben den Marktfieranten auch die Händler befragt werden, ob sie bereit sind, ihre Läden an vier Marktsonntagen zu öffnen.

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