Vorschläge für attraktivere Altstadt

Memmingen (aro). - Mit der städtebaulichen Entwicklung Memmingens haben sich acht Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) befasst und die Ergebnisse jetzt im Rathaus präsentiert. Sie machten Vorschläge für Wohnungsbau-Projekte und eine attraktivere Gestaltung der Altstadt, beispielsweise durch das Öffnen von Hinterhöfen. Die Studenten hatten in Cottbus vom Memminger Stadtentwicklungs-Prozess gehört und angeboten, das Projekt unter Leitung ihres Professors Uwe Altrock, eines gebürtigen Memmingers, mit eigenen Ideen zu begleiten. Man habe in die Überlegungen auch die Einflüsse des Umlands einbezogen, sagte Altrock bei der Präsentation vor Mitgliedern des zweiten Senats und Referatsleitern der Stadtverwaltung. Es gebe eine ganze Reihe von Potenzialen zu entwickeln, war die zentrale Aussage von Anne Fromm, Sprecherin der Gruppe 'Stadtentwicklungsplan Wohnen'. So könnten auf dem ehemaligen Buzil-Gelände kurzfristig rund 100 Wohneinheiten im Geschoss-Bau entstehen. Die Art der Planung solle sich aus einem Ideen-Wettbewerb ergeben, lautete ein Vorschlag. Als weiteres Beispiel wurde das Gebiet 'Am Ziegeltörle' genannt. Diese 'wertvolle und stadtnahe Wohngegend' biete sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser geradezu an und könne etwa 145 Wohneinheiten aufnehmen, sagte Anne Fromm. Im Bereich des ehemaligen Schlachthofes seien Stadt- und Reihenhäuser kurzfristig realisierbar, meinte Anka Laschewski als Sprecherin der zweiten Cottbusser Gruppe.

Negative Einflüsse seien Straßen und die Bahn. Bei sorgfältiger Planung und Verkehrsführung könne in diesem Mischgebiet aber eine hohe Wohnqualität erreicht werden. Die dritte Arbeitsgruppe empfahl, die oftmals verborgenen Hinterhöfe in der Altstadt zu öffnen. Auch der Stadtbach sei eine reizvolle Komponente und werde geradezu stiefmütterlich behandelt, war eine weitere Aussage. Die 'Hahnenbank' am Marktplatz versperre den Blick in den Bachlauf und müsse durch eine breite Treppe ersetzt werden. Damit werde auch die Sicht auf den Marktplatz und das Steuerhaus geöffnet. 'Solche Kleinigkeiten kosten wenig und sind schnell umsetzbar', hieß es. Der Bereich um den Schrannenplatz sei ein wichtiger städtebaulicher Brennpunkt und bedürfe dringend der Sanierung, meinten die Studenten. Mehrere dortige Gebäude bezeichneten sie als 'Bausünden der Nachkriegszeit', die als 'störende Fremdkörper' empfunden würden. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger dankte den Cottbusser Studenten für die 'Fülle an Diskussionsstoff'. Man sei sich über die Brennpunkte notwendiger Sanierungen zwar bewusst, aber oftmals gehe es neben der Finanzierung auch um die Verfügbarkeit von Grund und Boden. Dennoch werde man die Überlegungen aufgreifen und in weitere Planungen einfließen lassen, so der Memminger Oberbürgermeister zu den Studenten aus Brandenburg.

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