Irsee
Vorreiter beim Umweltschutz

Mit einer eher symbolischen Geste will Irsee eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz einnehmen. Der Gemeinderat beschloss nämlich, am Bürgerhaus eine Steckdose anbringen zu lassen, an der elektrisch betriebene Fahrzeuge tanken können. «Bei der E-Mobilität sind wir nicht außen vor, sondern mittendrin», meinte Bürgermeister Andreas Lieb.

Derzeit fördere die Bundesregierung die Elektrifizierung von Fahrzeugen: Autos, Roller, Motorräder oder Fahrräder sollen mit Strom, statt mit fossilen Brennstoffen fahren. Das sei durchaus sinnvoll, um den CO2-Ausstoß zu vermindern, lobte Lieb. Die Firma «Movelo» baue zudem ein Tankstellennetz für Elektro-Fahrräder auf. Lieb schlug vor, am Bürgerhaus eine Steckdose einzurichten.

Die Elektro-Tankstelle werde etwa 500 Euro kosten und soll zunächst kostenlos nutzbar sein, schließlich sei die E-Mobilität erst am Anfang. «Da sollten wir einsteigen», meinte Helmut Lachenmayer. Der Gemeinderat sah das auch so. Zudem gebe es die Option, an dem kleinen Wasserkraftwerk von Werner Vogler, der die ehemalige Mühle an der Brauerei betreibt, eine zweite Steckdose einzurichten.

Kunst am Gerichtsgebäude

Das Gremium sprach sich auch dafür aus, am alten Gerichtshaus Kunst zu positionieren: «Wir sollten den Anspruch haben, dort künstlerisch tätig zu werden», warb der Bürgermeister. Ein Kunstwerk ist für die nördliche Giebelseite vorgesehen. Dort war in luftiger Höhe einst ein Wandbild mit religiösem Motiv zu sehen, dessen Reste gesichert wurden, erläuterte Günter Helmschrott. An die Stelle soll ein Gemälde von Peter Zeiler. Der Irseer Künstler stellte jetzt seine erste Idee vor: Einen Engel, der mit einem Speer einen Drachen tötet.

Der Gemeinderat will aber zunächst einen zweiten Vorschlag - eine vollbusige Justitia, schlug Günther Oberweiler vor - abwarten. Zudem soll auf den Vorplatz noch eine Skulptur von Peter Müller aufgestellt werden: «Wir haben in Irsee bedeutende Künstler, die sollten wir berücksichtigen», erklärte Lieb.

Eine klare Sicht soll es dagegen bald im Weiler Wielen geben. Dort sollen zwei LED-Leuchten mit 25 Watt für rund 600 Euro die veralteten und defekten Laternen ersetzen. «Die Entwicklung geht ohnehin in die Richtung», meinte Zweiter Bürgermeister Bertram Sellner.

Etwas mehr Geld macht die Gemeinde für die St. Stephanskirche locker: Dort soll ein neues Viertelstundenschlagwerk eingebaut, die Stahlglocke elektrifiziert und der Glockenstuhl fixiert werden. Der Förderverein könne dafür etwa 7000 Euro aufbringen, erläuterte Vorsitzender Thomas Städele. Der Gemeinderat entschloss sich nun, bis zu 3000 Euro beizusteuern.

Fahrsilo abgelehnt

Dagegen lehnte das Gremium das nachträgliche Einvernehmen für ein Fahrsilo in Oggenried ab. Zwar sei die Begründung für das Bauwerk einleuchtend, aber es sei nicht nachvollziehbar, dass das «Apollo 11-Silberpfeil-Silo» ohne Genehmigung und an einer Stelle gebaut wurde, wo es der Gemeinderat ausdrücklich nicht wollte, erklärte Sellner.

Nun muss das Landratsamt entscheiden, was mit dem Silo weiter passiert.

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