Memmingen
Von Faschingsmuffeln und Fernsehstars

Während die Legauer Bühnenschieber immer wieder ihre Texte durchgehen, damit sie beim großen Fernsehauftritt sitzen, gastiert Maxi Schafroth aus Stephansried derzeit in Amerika. Viel proben muss er nicht. «Ich mache auf der Bühne vieles spontan. Das wirkt frischer, freier und nicht so einstudiert», erzählt der Kabarettist.

Schafroth, die Bühnenschieber und die Königlich privilegierte Waschhausvereinigung werden am 14. und 15. Januar, wie auch schon im vergangenen Jahr, als heimische Künstler beim Fernsehfasching «Schwaben weiß-blau, hurra und helau» in der Memminger Stadthalle auftreten. Neben Gesangseinlagen stehen bei der Veranstaltung des Bayerischen Fernsehens Tanz und Kabarett auf dem Programm. «Wir haben nach der Sendung im letzten Jahr ein Dankesschreiben vom Bayerischen Rundfunk erhalten, in dem stand: ,Wenn nichts dazwischen kommt, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder», erzählt Toni Katheininger von der Königlich privilegierten Waschhausvereinigung. Und es sei nichts dazwischen gekommen. «Wir haben uns über die feste Zusage sehr gefreut», so Katheininger weiter. «Denn die Veranstaltung im letzten Jahr war ein zauberhaftes Erlebnis.»

Eine tolle Atmosphäre und nette Leute hätten für eine besondere Stimmung in der Stadthalle gesorgt. Dabei seien er und sein Partner Dr. Anton Huber eigentlich keine Faschingsfreunde, bekennt Katheininger. Im Gegenteil: «Wir veranstalten Faschingsmuffelbälle ohne Lach-, Kostüm- und Tanzzwang.» Bei Schwaben weiß-blau wird das Duo Alltagsgeschichten in Form von selbst gemachten Liedern erzählen. «Heuer singen wir von Dingen, die sich im Allgäu ereignen», erzählt Huber. Mehr werde aber noch nicht verraten.

«Den Allgäuer begreifen»

Auch der gebürtige Stephansrieder Maxi Schafroth hält seine Programmpunkte noch geheim. Nur soviel: «Es geht um eine kleine Analyse, die etwas Unmögliches möglich machen soll, nämlich den Allgäuer zu begreifen.» Und noch etwas hat Schafroth mit der Königlich privilegierte Waschhausvereinigung gemeinsam: Auch er mag den Fasching eigentlich nicht. «Ich verkleide mich das ganze Jahr über und habe daher keine Lust, in der närrischen Zeit als Faschingshanswurst aufzutreten.»

Regionale Themen

Bei den Bühnenschiebern aus Legau ist das anders. In der Faschingszeit verwandeln sich Klaus Schumacher und Edmund Abel in zwei Handwerker, die zwischen den Programmpunkten Requisiten rein- und raustragen und dabei lustige Sprüche über Gott und die Welt loslassen. «Wir möchten dabei weniger auf die große Politik eingehen, sondern mehr auf regionale Themen wie den Memminger Flughafen.»

An nur einem Abend hätten sie die Texte geschrieben. «Und die müssen sitzen, denn Textsicherheit ist das Wichtigste bei unseren Auftritten», sagt Schumacher. Und Abel ergänzt: «Wir möchten einfach, dass die Menschen lachen und bei unserem Auftritt Spaß haben. »

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