Wangen
Vom Tante-Emma-Laden zum Supermarkt

Über 30 historische Kaufläden und Puppenstuben entführen den Besucher der Wangener Badstubengalerie in «Die bunte Welt des Einkaufs». Die detailgenauen sowie liebevoll angefertigten und dekorierten Ausstellungsstücke umfassen eine Zeitspanne vom späten 19. Jahrhundert bis heute. Sie lassen Kindheitserinnerungen aufleben und versetzten Groß und Klein in Staunen.

Die Palette der Läden und Puppenstuben reicht vom Tante-Emma-Laden über Marktstände, Metzgerei und Bäckerei bis hin zu Kolonialwarenladen und Hutgeschäften. Unzählige Kleinigkeiten entdeckt der Betrachter in dieser Spielzeugwelt: Teigwaren, Putzmittel, Toilettenprodukte wie Cremes und Pasten in originalgetreuen, verkleinerten Verpackungen. Seit Jahrzehnten bekannte Marken wie Bärenmilch, Penaten, Kaba, Persil, Maggi und Knorr stellen den Bezug zur realen Welt des Konsums her. Nostalgische Erinnerungen wecken Lebensmittel, die in früheren Zeiten offen gehandelt wurden, wie Mehl, Reis und Zucker in Säcken oder Kaffee, Kräuter und Gewürze in Schubladen, die mit aufwendigen Keramikschildern beschriftet sind. Klitzekleine Glaskolben, Flaschen und Dosen stehen akkurat in der Apotheke aufgereiht. Den Kolonialwarenladen ziert ein exotisches Gemälde mit Palme und Mohr.

Püppchen aus Verkäufer

Zwischen Waren und Verkaufstresen erfüllen hübsch gekleidete Püppchen als Verkäufer und Kundschaft die Läden mit Leben - in der Metzgerei tummelt sich gar ein munteres Schwein.

Knackige Salamis, knusprige Brote, leckere, aufwendig verzierte Torten sind in den alten Kaufläden aus Gips und Salzteig täuschend echt und kunstvoll hergestellt - in den letzten Jahrzehnten werden die Miniaturen in Kunststoff gegossen.

Früher wie heute versucht die Spielwelt der Kinder die Welt der Erwachsenen so genau wie möglich zu imitieren. Und so vermittelt diese Ausstellung mit den Spielsachen auch den Alltag vergangener Epochen.

Als Hintergrund der Puppenstuben und Kaufläden hängen in der Badstubengalerie großformatige, historische Fotografien der Wangener Innenstadt. Vergrößerte Zeitungsseiten mit Kleinanzeigen Wangener Geschäfte um 1900 weisen auf bis heute bestehende Geschäfte wie den Schuhladen Werdich hin und schaffen somit eine besondere Atmosphäre für diese Zeitreise zwischen Kolonialwarenladen und Supermarkt. Die Exponate der Badstuben-Ausstellung stammen aus der Spielzeugsammlung der Familie Roggors (Durach) und von weiteren privaten Leihgebern.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 31. Januar Dienstag bis Freitag sowie Sonn- und Feiertage von 14 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 17 Uhr. Eine Führung wird am Sonntag, 17. Januar, um 15 Uhr angeboten.

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