Vom Metallbaukasten bis zum funktionsfähigen Puppenherd

Sonthofenl mbä l 'Alles einsteigen!' Unter dem Titel greift eine Sonderausstellung im Sonthofer Heimathaus den Mythos von Modelleisenbahnen und Spielzeug in der Vergangenheit auf. Neben Metallbaukästen verschiedener Versionen, die in den sechziger Jahren auf fast jedem Wunschzettel standen, können Interessierte beim dampfbetriebenen Spielzeug beispielsweise auch die Nachbildung einer Dampfwalze aus dem Jahr 1810 bewundern.

'Vor allem die Metallbaukästen haben unheimlich die Fantasie angeregt', erklärt Richard Mäule und fügt hinzu, dass sich die Teile beliebig zerlegen und beispielsweise zum Eifelturm umwandeln lassen. Der Rentner und begeisterte Modellbauer begleitet die Ausstellung und erzählt interessierten Besuchern etwas über Entstehung und Hintergründe der Modelle. Nachdem er in seiner 40-jährigen Tätigkeit bei der Bahn vom einfachen Arbeiter bis zum Ausbildungsleiter und Lokführer so ziemlich alle Stationen durchlaufen hatte, haben es ihm Züge besonders angetan. Schon früh verspürte Mäule den Reiz, ältere Modelle nachzubauen. In der Ausstellung sind zwei seiner Werke zu sehen: ein Bierwagen und eine Lok.

'Da werde ich nochmal jung'

Urlauber Helmut Fetzer zeigte sich von den Ausstellungsstücken begeistert: 'Wenn ich das sehe, werde ich noch mal jung.' Er selbst bekam im Alter von sechs Jahren seine erste Eisenbahn geschenkt. Mittlerweile ist der Fundus in seiner Vitrine bereits auf 170 Züge angewachsen.

Die Ausstellung beschäftigt sich nicht nur mit der Leidenschaft kleiner und großer Männer, sondern gibt auch Einblick ins Spielzeug der Mädchen. Bei den Puppenhäusern und alten Kaufläden aus den Jahren zwischen 1950 und 1960 zum Beispiel gibt es einige Unterschiede zu vergleichbarem heutigen Spielzeug: Während damals nur kleine Figuren in diese Kinderwelt zum Einkaufen gehen konnten, waren die Puppenherde bereits 1912 voll ausgebildet und zum Kochen geeignet.

Öffnungszeiten Die Sonderausstellung ist bis 25. Mai 2008 im Heimathaus Sonthofen, Sonnenstraße 1, zu folgenden Zeiten zu sehen: Dienstag bis Donnerstag, Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Am Samstag, 29. Dezember, gibt es eine Führung durch die Ausstellung.

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