Ofterschwang
Vom Heimathaus über Café bis zur Direktvermarktung

Die Ideen sind vielfältig, die Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried mit Blick auf das alte Bauernhaus im Ortszentrum hat. Baujahr 1820 steht das bis vor knapp zwei Jahren bewohnte Gebäude schon lange unter Denkmalschutz. Jetzt konnte die Gemeinde Ofterschwang das Bauernhaus inklusive dem benachbarten Mietshaus mit Ferienwohnungen sowie 13 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche - teils im Skigebiet - für einen niedrigeren Millionenbetrag von der Erbengemeinschaft erwerben.

Fest steht für Bürgermeister Ried: Während das Mietshaus wieder verkauft werden soll, wird das denkmalgeschützte Bauernhaus in Gemeindebesitz bleiben und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wie genau dies aussehen könnte, soll der Gemeinderat zeitnah beschließen - dem Rathauschef allerdings schweben schon jetzt reichlich Ideen vor.

Im Keller etwa könnte wie früher geräuchert und Käse produziert werden. «Hier ließe sich anschaulich machen, wie die Leute früher gelebt und gearbeitet haben und wir könnten das mit Direktvermarktung kombinieren», sagt Ried. Zudem, so seine Vorstellung, könnte eine Art Heimathaus entstehen zum Thema altes Handwerk. Schindelmacher, Schmiede oder Holzschuhmacher habe es früher gegeben, in Westerhofen beispielsweise auch einen Rechenmacher.

Zudem könnte Gastronomie im Gebäude Einzug halten - etwa ein Café oder in der Tenne eine Theke als abendlicher Treff. Des Weiteren, so Rieds Vorstellung, könnten kulturelle Veranstaltungen in dem Bauernhaus stattfinden oder auch ein Raum für private Feiern vermietet werden. Insgesamt umfasst die Grundstücksfläche 3500 Quadratmeter, ein Bach fließt übers Gelände, auf der Wiese stehen alte Bäume. Auch das Freigelände ließe sich laut Ried touristisch nutzen.

Er geht davon aus, dass der Gemeinderat im nächsten halben Jahr ein konkretes Konzept auf die Beine stellen wird. Wenn alles gut läuft, könnte dann zeitnah mit der Umsetzung begonnen werden. Der Rathauschef betont aber: «Das alles ist mit sehr viel Geld verbunden, dessen sind wir uns im Klaren.»

Das Mietshaus mit sieben Ferienwohnungen, Baujahr 1984, will die Gemeinde hingegen wieder verkaufen - allerdings legt Ried auch hier auf eine touristische Nutzung Wert: «Ferienwohnungen in dieser Lage sind begehrt - zum Lift sind es gerade einmal 150 Meter.»

Ortserweiterung nach Westen wäre nun möglich

Zum Nachlass, den die Gemeinde erworben hat, gehören zudem weitere 6000 Quadratmeter Fläche - hier wäre laut Ried eine Ortserweiterung nach Westen möglich. «Wir werden uns dabei an der Baunachfrage der Bevölkerung orientieren.» Ried schließt eine zeitnahe Umsetzung dabei nicht aus.

Im laufenden Jahr werde die Gemeinde die Grundstücksverkäufe in Westerhofen abschließen - innerhalb eines Jahres wurden in dem Neubaugebiet laut Ried sämtliche Grundstücke ohne große Werbung verkauft.

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