Voller Ästhetik, Kraft und Dynamik

Marktoberdorf(sg). - Sportliche Höchstleistungen, akrobatische Glanzpunkte, modernes Tanztheater, Augenweide und Ohrenschmaus zugleich. Das war 'Fair Play' im Modeon. Die italienische Truppe 'Kataklo' stieß beim Auftakt ihrer neuen Europatournee in Marktoberdorf auf ein außerordentlich begeisterungsfähiges Publikum. Ob Segeln, Rudern, Tennis, Radsport, Fußball, Rugby oder Fechten: All diese sportlichen Disziplinen und noch mehr fanden sich künstlerisch verfremdet und so manches Mal mit augenzwinkernder Distanz in wunderbarer Leichtigkeit auf der Bühne. 'Fair Play' heißt die Show und die lief wochenlang ausverkauft im Teatro Parioli in Rom. 1998 war die Veranstaltung die (Theater)-Saison über während der Fußball-WM in Paris und wurde bei den Olympischen Spielen in Sydney von den Sportlern und der Presse mit stehenden Ovationen gefeiert. Jetzt tourt das 'Athletic Dance Theatre' mit den Namen 'Kataklo' erneut durch Europa. Dahinter stecken zwei Legenden des italienischen Sports: Giulia Staccioli, zweifache Olympiasiegerin in der rhythmischen Sportgymnastik, und Andrea Zorzi, zweifacher Weltmeister im Volleyball. Das Duo hat vor einigen Jahren dieses Projekt ins Leben gerufen. Mit von der Partie bei 'Fair Play' sind ehemalige Olympiasieger oder Weltmeister.

Getaucht in Licht und Klang Mal vor blutrotem Hintergrund mal in tiefes Meeresblau oder Smaragdgrün getaucht lief im Modeon eine atemberaubende Show ab. Hier faszinierten athletisch durchtrainierte Körper, die auf nostalgischen Rädern turnten oder an den Ringen waagrecht in der Luft lagen. Dort versetzte die Anmut ins Staunen, mit denen junge Sportlerinnen sich leichtfüßig zur Musik bewegten. Schon setzte sich zum Rhythmus der Trommeln eine Gruppe von Läufern in Bewegung und zum Tango drehte ein 'Kunsteislaufpaar' seine Pirouetten auf den Modeonbrettern. Diese Künstler kamen mit nur wenig Requisiten aus, denn in der Hauptsache ließen sie ihre Körper sprechen, Licht und gut gewählte Musik taten ein Übriges. Das Publikum in gut besetzten Modeon geriet regelrecht ins Schwärmen. Es dankte mit anhaltendem Applaus für einen Abend voller Ästhetik, Kraft, Dynamik und außergewöhnlichem Können. Und kaum zu glauben war vor allem, dass tatsächlich nur ein ein wenig mehr als ein halbes Dutzend Mitwirkender hinter dieser grandiosen Leistung standen.

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