Marktoberdorf / Ostallgäu
«Volksbegehren untypisch gut gestartet»

740 von 13645 wahlberechtigten Bürgern haben in Marktoberdorf bislang für das bayernweite Volksbegehren Nichtraucherschutz unterschrieben. «Wenn es so weitergeht, erreichen wir die erforderlichen zehn Prozent leicht», sagt Florian Budschied von der Stadtverwaltung. Auf Marktoberdorf herunter gerechnet, wären dazu in der Kreisstadt 1365 Unterschriften nötig. Mehr als die Hälfte davon lagen gestern zur Halbzeit bereits vor.

Dabei ist die Resonanz auf das Begehren, das am vergangenem Mittwoch startete und noch bis Mittwoch, 2. Dezember, läuft, gerade in Schwaben noch begrenzt: 3,28 Prozent Beteiligung. Das ist von allen Regierungsbezirken die geringste. Florian Budschied spricht daher von Marktoberdorf als einer «Insel der hohen Beteiligung»: «Das Volksbegehren ist hier untypisch gut gestartet.» Er geht davon aus, dass die gute Resonanz anhält: Für kommenden Sonntag, wenn das Marktoberdorfer Rathaus außerplanmäßig von 10 bis 12 Uhr geöffnet ist, sowie am Montag (bis 20 Uhr) erwartet Budschied einen weiteren Ansturm.

«Alles andere als einen Ansturm» verzeichnet hingegen Klaus-Peter Belinski von der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen. Insgesamt 282 Bürger haben dort bislang für das Begehren unterschrieben. «Bei 7387 Wahlberechtigten in der VG bräuchten wir gut 700 Unterschriften. Davon sind wir noch weit entfernt.» Einzig in Aitrang seien die nötigen zehn Prozent in greifbarer Nähe.

Nach Angaben Belinskis hat sich nur zum Start am 19. November, «als das Volksbegehren durch alle Medien ging», viel gerührt. Danach sei die Resonanz eher eingeschlafen. Was man etwa an den Zahlen aus Ruderatshofen (28) und Bidingen (bei Redaktionsschluss 29 Unterschriften) ablesen kann.

Diese liegen indes offenbar im allgemeinen Trend: Von «eher schlechten Ergebnissen auf dem Land» spricht Organisator Sebastian Frankenberger auf der Homepage des Volksbegehrens. Im Einwohnermeldeamt in Obergünzburg ist hingegen von einer gleichmäßigen Resonanz auf das Volksbegehren die Rede: Bislang sei täglich circa ein Prozent der Wahlberechtigten zum Unterschreiben gekommen. Im Günztal sei somit ein Knacken der Zehn-Prozent-Hürde durchaus realistisch; es könne aber knapp werden, heißt es im Rathaus. Wie in Marktoberdorf wird auch in Obergünzburg vor allem am Sonntag, wenn das Rathaus außerplanmäßig geöffnet ist, mit mehr Andrang gerechnet.

Die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltungen sind täglich auf unser Seite «Service» abgedruckt.

Zwischenstände im Internet: www. nichtraucherschutz-bayern.de

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