Vielleicht Klassenzimmer im Musikerheim

Fuchstal (hoe). - Noch keine Entscheidung gefällt hat der Fuchstaler Gemeinderat darüber, wie im kommenden Schuljahr eine zusätzliche Grundschulklasse untergebracht werden kann. Als neue Möglichkeit wurde in der Aussprache die Nutzung des Musikerheims am Leederer Schulhaus genannt. Verfolgt wurde die Debatte auf den Zuschauerrängen von zahlreichen Eltern, die sichtlich Mühe hatten, ihren Unmut über den ihrer Meinung nach unbefriedigenden Diskussionsverlauf zurückzuhalten. Ab September erhöht sich die Anzahl der Grundschulklassen auf zwölf, an den drei Standorten in Asch, Leeder und Unterdießen stehen jedoch nur elf Räume zur Verfügung. Keinen Erfolg hatte Bürgermeister Erwin Karg mit seiner Anfrage in Denklingen, ob die Auslagerung einer Klasse in das dortige Schulhaus möglich sei. Auch die Gemeinde Unterdießen habe kein Interesse an einer Erweiterung ihres Gebäudes gezeigt, berichtete er. Erfolgreicher verlief ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Leederer Blaskapelle, Gerhard Linder. Diese würde eventuell das an das Schulhaus in Leeder angebaute und etwa 65 Quadratmeter große Vereinsheim zur Verfügung stellen, erklärte Karg.

Voraussetzung sei allerdings die Abstimmung mit den Mitgliedern und die erfolgreiche Suche nach einem anderen Proberaum. Zumindest für eine Übergangszeit, denn die Leederer Kapelle plant ohnehin, durch einen Neubau ihre Raumsituation zu verbessern. Dies eventuell durch einen weiteren Anbau an das Schulhaus, ins Gespräch gebracht hatte man einen 110 Quadratmeter großen Saal, dessen Finanzierung allerdings fraglich ist. Inwieweit die Gemeinde dann als Gegenleistung für die leihweise Überlassung des bisherigen Musikerheims zu Zugeständnissen bei der Zuschussgewährung bereit ist, blieb in der Sitzung noch offen. Entscheidend ist zunächst, ob die Kapelle überhaupt ein für sie passendes Probelokal findet, erklärte Karg. Hingewiesen wurde auf einen Raum im Untergeschoss des geplanten Anbaus an die Hauptschule. Dies könne aber zu Problemen mit den staatlichen Zuschüssen für diese Schulerweiterung führen, wies der Bürgermeister vorsorglich hin. Möglich wäre aber ebenso, die Grundschüler selbst in die Hauptschule auszulagern, stellte Heinz Nehrenheim fest. Gegen diese Absicht hatten sich im Vorfeld bereits Schulleitung und Elternbeirat ausgesprochen und man handle sich deshalb damit sicher ziemlich viel Ärger ein, warnte Karg. Einig waren sich die Räte vor der Vertagung der Angelegenheit zumindest in dem Punkt, dass die Anmietung eines Containers als Ausweichklassenzimmer 'rausgeschmissenes Geld' sei.

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