Kaufbeuren
Viele Stunden als Helfer im Einsatz

|oll| 90 Aktive der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Kaufbeuren haben im vergangenen Jahr ehrenamtlich insgesamt 16 400 Arbeitsstunden im Dienste der Allgemeinheit geleistet. Dies erklärte BRK-Bereitschaftsleiterin Brigitte Hartmann beim traditionellen Neujahrsempfang im Rotkreuzhaus.

In ihrem Jahresbericht sagte sie, das Rote Kreuz helfe den Menschen. Aber es dränge sich nicht auf. «Wir setzen uns für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein.» Im vergangenen Jahr habe das Rote Kreuz das 150-jährige Bestehen gefeiert, so Hartmann weiter. Zum Gedenken an die Schlacht von Solferino (1859), deren Ausgang mit 6000 Toten und 25 000 Verwundeten Henri Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes veranlasst habe, sei eine gut organisierte Jugendfahrt zu dem ehemaligen Schlachtfeld veranstaltet worden. Die Teilnahme daran sowie der jährlich stattfindende große Fackellauf hätten bei den hiesigen BRK-Helfern «tiefe und bleibende Eindrücke hinterlassen», so Hartmann. «Wir können stolz darauf sein, Teil dieser Organisation zu sein», betonte sie. Ihr Aufgabenspektrum habe sich im Laufe der Zeit verändert.

Sie kritisierte den überbordenden «Bürokratismus», der Anlass zur der Frage gebe «Wo führt der Weg hin?» Man frage sich wie die Helfer und das Pflegepersonal früher «ohne all diesen Schreibkram» ihre Arbeit gemacht hätten. Heute sei jedoch Dokumentation schon deshalb wichtig, «dass man als Helfer nicht vor dem Kadi landet», räumte sie ein. 2009 habe die Bereitschaft «zehn frischgebackene Sanitäter erhalten», berichtete sie. Da die Zahl der Einsatzstunden auch stark zugenommen habe, könne man sich glücklich schätzen, «dass wir von großen Naturereignissen verschont geblieben sind».

Drei neue Fahrzeuge

Die Schnell-Einsatzgruppe (SEG) habe eine neue Führung erhalten. Der Bund habe der Bereitschaft noch vor Weihnachten drei Katastrophenschutz-Fahrzeuge «geschenkt», sagte Hartmann.

2009 sei die Aus- und Fortbildung der Sanitäter neu und attraktiv gestaltet worden. «Man hört nur Positives darüber.» Die Durchführung der Senioren- und Behindertenarbeit geschehe nach wie vor «selbstständig und engagiert», lobte Hartmann. Das eingespielte Team des Blutspendedienstes habe zuverlässig seine Termine wahrgenommen.

Die Einsätze des Kriseninterventions-Dienstes hätten auch 2009 wieder zugenommen. «Das Team würde sich über personellen Zuwachs freuen», appellierte sie an die Versammlung.

Bei dem jüngsten so genannten Bürgermeister-Treffen in Kaufbeuren (es findet alle zwei Jahre an einem Luftwaffen-Standort in Deutschland statt), präsentierte sich die BRK-Bereitschaft laut Hartmann gekonnt mit einem simulierten Verkehrsunfall. Gefragt waren die koordinierte Hilfeleistung durch die Tagungs-Teilnehmer. Gundula Fichtl, stellvertretende Kreisbereichsleiterin, fand die Leistungsdaten der Kaufbeurer Bereitschaft «immens». Die stellvertretende Chefärztin des Kreisverbands, Dr. Erika Rössler, sprach von «viel Kreativität» innerhalb der BRK-Bereitschaft. «Mir ist beim Blick auf 2010 nicht bang.»

Kaufbeurens Bürgermeister Gerhard Bucher versicherte, die Stadt werde auch «in schweren Zeiten» das BRK weiterhin unterstützen.

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