Viele junge Talente und drei neue Stipendiaten

Buchloe Spannung bis zuletzt versprach das Herbstkonzert der vhs-Musikschule im Sitzungssaal des Buchloer Rathauses. Zum einen präsentierten sich wieder begabte Schüler aus den unterschiedlichsten Instrumentalbereichen und Altersgruppen. Zum anderen galt es zum zweiten Mal, aus den Vorschlägen der Instrumentallehrer drei Stipendiaten auszuwählen, die für die Dauer des begonnenen Schuljahres je 15 Minuten Einzelunterricht wöchentlich vom Förderverein der Musikschule spendiert bekommen.

Nachdem man sich beim ersten Durchlauf dieser Stipendiatenauswahl verständlicherweise sehr schwer getan hatte, da im Prinzip alle vorgeschlagenen Kinder aufgrund ihres Fleißes und ihrer Begabung die Förderung verdient gehabt hätten, überließ man heuer, so Fördervereins-Vorsitzende Karin Moser, 'Fortuna die Entscheidung'. Zusammen mit Rupert Danner als Zweitem Vorsitzenden und Stephanie Lang als Glücksfee wurden am Ende des Konzerts Dimitri Nanos (Klavier), Solitaire Bachhuber (Akkordeon) und Jaqueline Fischer (Klavier) ausgelost. Wie man am Applaus feststellen konnte, war das Publikum damit sehr zufrieden.

Generell waren an diesem Abend sehr ansprechende Leistungen zu hören. Den Anfang machte dabei Lennart Fromm: Mit Musik von Heinrich Albert, Fernando Sor und John Dowland sowie einem Bach-Präludium zeigte er eindrucksvoll, wie sensibel, zart und poetisch klassische Gitarrenmusik klingen kann, selbst wenn es sich überwiegend nicht um Originalkompositionen für dieses Instrument handelte.

Danach konnte man erleben, dass es gerade in der Klavierausbildung derzeit viele junge Talente gibt: Luca Brunke, Julia Godart, Lisa Zahn und ein trotz seines Alters ebenso kess wie auswendig spielender Emilio Schröder boten kurze, attraktive Klavierstücke aus mehreren Jahrhunderten. Bis zur Pause gehörte die Bühne dann der Volksmusik, die, so Musikschulleiterin Christiane Eberhard, zumindest für die Geigen nicht so leicht zu spielen sei, wie vielfach angenommen. So präsentierten Aileen Hierholzer, Birte Richter und Sabrina Scharl (Violinen) einen Schottischen Tanz aus Hopferbach, nachdem zuvor Solitaire Bachhuber, Julian Frank und Tobias Karlowski mit viel Begeisterung Akkordeonmusik im Duett und solistisch zu Gehör gebracht hatten.

Bühne frei für die Klavier-Stipendiaten

In der zweiten Hälfte erlebte man dann die beiden Klavier-Stipendiaten: Jaqueline Fischer präsentierte sich nach nur einem Jahr Unterricht mit einer Beethoven-Romanze sehr sicher und überlegt, Dimitri Nanos erntete zu Recht Bravo-Rufe: Zum einen zeigte er außer technisch sicherem Spiel gestalterische Vielseitigkeit, zum anderen schaltete er problemlos von Händel auf Swing.

Vervollständigt wurde das Programm mit verschiedenen Kammermusik-Ensembles. Gut phrasiert und mit Gespür für Klangschärfung spielte ein Bläser-Quartett (Maxi Kuhn/Tobias Schäfer/Heidi Wörle, Klarinetten; Julian Seethaler, Fagott) zwei Corelli-Tänze. Engagiert und gut aufeinander abgestimmt zeigten sich auch die beiden anderen Ensembles: Das Andante aus Vivaldis Mandolinenkonzert in e-Moll wurde von zwei Blockflöten, Gitarre und Cello (Jaqueline Fischer, Gisela Dardzinski, Kevin Scharl und Stefan Schmidt) gespielt. Den Schlusspunkt setzten Cedric Kirst und Alexandra Lindenthal (Violine) und Benjamin Schmidt (Violoncello) mit dem anspruchsvollen Konzert in d-moll, RV 563, von Antonio Vivaldi. Lucia Buch

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