Kaufbeuren
«Viele gute Beratungsgespräche»

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Bei einer Sanierung oder einem Umbau werden immer die gleichen Fehler gemacht, egal ob es um die Finanzierung, die Planung oder die Ausführung geht. Die Bauherren verlieren sich häufig in Details, ohne das Ganze im Auge zu behalten. Das hat sich vielen Ausstellern auch bei der Messe «Bauplus» im Wochenende in Kaufbeuren gezeigt.

«Ich muss mir ein Ziel setzen», sagt der Kaufbeurer Niederlassungsleiter der VR Bank, Helmut Bucher. «Was nutzen neue Fenster, ohne dass ich mich um die Fassadendämmung kümmere?» Ein weiterer Aspekt: Oft sei eine Gesamtlösung bei einer energetischen Sanierung gegenüber einer Teilsanierung wegen der höheren Förderung nur unwesentlich teurer, so Ralf Claus von der Sparkasse. Das Institut setzt auf ganzheitliche Beratung und arbeitet eng mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) zusammen. «Die Bestandssanierung gewinnt an Bedeutung», so Claus, doch damit steige auch der Beratungsbedarf.

Martin Sandler, Geschäftsführer des Unternehmens «EfG - Energie für Gebäude», rät bei der Heiztechnik ebenfalls, sich erst einmal folgende Frage zu beantworten: «Was will ich und was habe ich?» Bis zu 15 Prozent Einsparpotenzial biete die bestehende Technik oft, wenn sie richtig eingestellt ist. Ist das Heizungswasser schmutzig, stimmen hydraulischer Abgleich, die Vorlauftemperatur und die Leistung der Heizungspumpe? Modernste Technik, die nicht aufeinander abgestimmt ist, vergleicht Sandler mit einem Orchester: «Was will ich mit einem spitzen Trompeter, der von lauter Pfeifen umgeben ist?»

Beratung war bei den 53 Ausstellern groß geschrieben während der ersten «Bauplus» in Kaufbeuren. Vor allem die Vorträge, die sich um Finanzierung, Technik und Schimmelgefahr drehten, waren gefragt. Aussteller und Veranstalter zeigten sich mit dem Verlauf zufrieden, wie eine Kurzumfrage der AZ und des Veranstalters ergab. Annähernd 5000 Besucher, schätzt Messeorganisator Jens Güttinger (Mema Messe & Marketing), seien ins Messecenter gekommen, wo die Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Bauen, Sanieren, Energie und Wohnen präsentierten. «Nicht die Quantität, sondern die Qualität der Besucher ist entscheidend», so Güttinger. «Es gab viele gute Beratungsgespräche.»

OB Stefan Bosse hatte den Februar schon bei der Eröffnung der Messe als «richtiges Zeitfenster» bezeichnet. Die zweite «Bauplus» 2011 sei bereits geplant, so Güttinger. Dann soll die Zahl der Aussteller um 50 Prozent gesteigert, die Bereiche Garten- und Wohngestaltung ausgebaut werden. Zudem möchten Güttinger und Hallenbetreiber Josef Scheibel bei der Stadt um eine bessere Beschilderung zum «Messe und Eventcenter» werben. (avu)

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